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Harsch expandiert

Bebauungsplan für neue Produktionshalle in Gondelsheim
Die Investitionsmöglichkeiten der Gemeinden hängen zum großen Teil von der Gewerbesteuer ab. Da kommt es zupass, wenn einer der großen regionalen Betriebe eine beträchtliche Erweiterung ankündigt, mit der aller Voraussicht nach erhebliche Gelder in den Gemeindesäckel gespült werden. Hochwillkommen ist deshalb der Gemeinde Gondelsheim ein Harsch-Bauantrag. Das expandierende Bauunternehmen will an seinem Standort an der Industriestraße seine Produktionskapazität für Fertigbetonteile gewaltig ausweiten. Die Planung sehen einen teilweisen Abriss von bestehenden Gebäudeteilen und den Neubau einer neuen mehrteiligen Produktionshalle mit Freilagern vor.

Markus Rupp interpretierte den Bauantrag während der Gemeinderatssitzung als einen Vertrauensbeweis in den Standort Gondelsheim. Die Planung allerdings hätte um einiges unbürokratischer begleitet werden können, meinte der Bürgermeister. Das Baurechtsamt im Landratsam habe „einen Strich durch die Rechnung gemacht“, das Vorhaben über einen einfachen Bauantrag laufen zu lassen. Bei der Größe des Antrags habe das Baurechtsamt leider auf einem Bebauungsplan bestanden, informierte Hauptamtsleiter Rapp. Der Bebauungsplan muss jetzt abgearbeitet werden. Einstimmig fasste der Gemeinderat den Beschluss über die Form der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und billigte den Vorentwurf.

Zwei Enthaltungen aus den Reihen der FWV erhielt hingegen die erste Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Gölswiesen“. Die Gemeinderäte billigten den Änderungsbeschluss, den Änderungsentwurf und die öffentliche Auslegung. Keine Bedenken gab es gegen die Widmung eines Saals im katholischen Gemeindezentrum und des Vereinsraums der Landfrauen in der alten Schule zu Eheschließungsorten des Standesamts während der Zeit der Ratssaalrenovierung im Sommer. Der Verschmelzung dreier kommunalen Rechenzentren, an denen Gondelsheim beteiligt ist, stimmte der Gemeinderat ebenso zu.

Wie schon zu Beginn gab es in der abschließenden Fragestunde einen heftigen Disput zwischen einem Bürger und dem Bürgermeister über die Verkehrssituation in Gondelsheim. Während das Mitglied des Bürgervereins das stark angestiegene Verkehrsaufkommen mit einer von der Gemeinde jüngst durchgeführten Zählung begründen wollte, wies der Bürgermeister auf deren höchst fragwürdige Zuverlässigkeit hin. Die Zählung entbehre jeglicher Logik und müsse in professioneller Manier wiederholt werden.

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