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Harsch baut

Einstimmig billigte der Gondelsheimer Gemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplans „Industriestraße Süd“ und nahm Stellung zu den im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit eingegangenen Anregungen der Behörden und Träger öffentlicher Belange. Man wolle mit dem Plan schnell vorankommen, betonte Bürgermeister Markus Rupp, denn die hauptbetroffene Firma Harsch habe volle Auftragsbücher. Für Harsch sei es wichtig, auf dem erweiterten Betriebsgelände stark nachgefragte, größere Betonträger herstellen zu können. Das sei wichtig auch für den Aufbau von Arbeitsplätzen, meinte Rupp.
Die Grundzüge des Bebauungsplans stellte Hauptamtsleiter Thomas Rapp dar. Er sah in den eingegangenen Anregungen kein Problem. Bei den notwendigen Ausgleichsmaßnahmen fehlten allerdings noch 80.000 Ökopunkte. Sie könne man nur durch Maßnahmen außerhalb des Geländes generieren. Das könne man am besten erreichen, durch die Aufhebung des Bruchweges als Wirtschaftsweg, ein schon lang gehegter Wunsch des Umweltamtes. Für die Erschließung der betroffenen Grundstücke müsse allerdings ein Ersatzweg gebaut werden. Dem Vorschlag stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.
Harsch spielte später noch einmal eine Rolle in den Beratungen des Gemeinderats. Während seines Urlaubs habe Harsch auf der Erdaushubdeponie Hauptstädt Betonschutt angeliefert, ein Fehler des Fahrers wie der Bürgermeister betonte. Das habe zusätzlich die Legende befördert, „dass unten drunter noch was ganz anderes verbuddelt wurde“. Die Falschanlieferung sei umgehende beseitigt worden. Zehn anschließend bis in zwei Meter Tiefe vorgenommene Schürfungen hätten ergeben, dass ansonsten dort nur Erde eingebracht worden sei, versicherte Hauptamtsleiter Rapp. Jetzt noch 300 Kubikmeter Mutterboden oben drauf, dann sei das Gelände endgültig rekultiviert. „Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn wir bis September nicht fertig wären“, unterstützte ihn Markus Rupp.
Doch Erhard Walz (CDU) wollte das Fass erneut aufmachen und sich nicht damit zufrieden geben, dass der viele in Gondelsheim anfallende Erdaushub danach auf weit entfernte Deponien gefahren werden müsse, obwohl Hauptstädt noch viel Kapazität biete. Zustimmung fand er für diese Position im Gemeinderat nicht. Fraktionssprecher Thomas Stein wies die Forderung für die FWV umgehend zurück. Man solle der im Gemeinderat gefällten Grundsatzentscheidung treu bleiben, meinte er wie auch Bürgermeister Markus Rupp.

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