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Trödelandrang

Hallenflohmarkt in Gondelsheim
Drangvolle Enge herrscht in der Gondelsheimer Saalbachhalle des Öfteren. Zu dem Reigen dieser Veranstaltungen zählt der Hallenflohmarkt. Stand an Stand drängte sich am Samstagnachmittag und dazwischen wuselte schon von Beginn eine völlig unübersichtliche Menge an Besuchern. Mit ihrem Hallenflohmarkt konnte Organisatorin Petra Schalm wieder einmal mehr als zufrieden sein: „Ich habe über die Jahre hinweg ein großes Stammpublikum erarbeitet“.

Die rührige Gemeinderätin und Gewerbevereinsvorsitzende kann mit ihnen eine stolze Bilanz ziehen. Auf rund 85.000 Euro, so rechnet sie vor, summiere sich der Erlös der mittlerweile 66 von ihr organisierten Hallenflohmärkte. Überwiesen auf die Konten der verschiedensten sozialen Organisationen, denn die Veranstaltung versteht sie als Teil ihres vielfältigen sozialen Engagements in der Gemeinde. Dieses Mal ist es die Kindertagesstätte „Schneckenhaus“. Deren Mamas haben sich schon im Vorfeld zusammen mit den Erzieherinnen ordentlich ins Zeug gelegt, verkaufen Kuchen und die gute Heiße.

Der Flohmarkt ist bei den Schalms auch eine Familienangelegenheit. Tante Helga Räuchle kommt jedes Mal aus Stuttgart angereist. Während die „Über-Petra“ den Ständen entlangwieselt, um von den Verkäufern die Gebühren zu kassieren, hält sie an deren Stand die Stellung. Denn die Organisatorin ist selbstverständlich auch als Verkäuferin mit dabei, ebenso wie Bruder, Tochter, Enkel und Mama.

Mit dem Kassieren hat sie gut zu tun. 98 Verkäufer wollen zuerst mal abkassiert sein und das ein oder andere Schwätzchen muss dabei zwischendrin auch noch gehalten sein. An die zwanzig hat sie zurückweisen müssen. Vorgezogen werden Gondelsheimer. Dieses Mal habe es aus dem Neubaugebiet am Schlossbuckel sehr viele junge Familien als Bewerber gegeben. Sie zieht Petra Schalm Auswärtigen vor. So viel Patriotin ist sie. Nur mehr 20 der 98 Standbesitzer kommen 2018 von auswärts.

Zur Gondelsheimer Fraktion zählt hingegen Gabriele Dittus. Bücher und Schallplatten hat sie überwiegend im Angebot. Nachdem der CD-Player den Plattenspieler verdrängt hat, will sie viele ihrer 200 Platten los werden. Und die kauft sogar jemand, berichtet sie, denn die „Old School“ mit Plattenspieler feiert wieder fröhliche Urständ. Bei den Büchern hingegen geht fast nichts mehr weg: „Es liest fast ja keiner mehr ein Buch“, blickt sie traurig auf den wie sauer Bier da liegenden Stapel.

Draußen vor der Tür reißen sich die Besucher hingegen um den Süßmost, den die Outdoor-AG der Kraichgauschule aus Äpfeln der heimischen Streuobstwiesen hatten pressen lassen. Der Erlös geht 1:1, so betont AG-Leiterin Sonja Börger, an den Förderverein der Kraichgauschule. Und damit passt die Aktion 1:1 zu dem Konzept von Organisatorin Petra Schalm.

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