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Hafnersgrund verzögert sich

Überraschende Bedenken wegen Sprengungen im Zementwerk

Die Wössinger PREFAG hat sich den Löwenanteil des neuen Gewerbegebiets „Hafnersgrund“ gesichert. Der Feinwerkhersteller ist in letzter Zeit aber nicht deshalb in den Schlagzeilen gewesen, sondern wegen einer Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl, die in seinen Räumen stattfand. Bürgermeister Karl-Heinz Burgey war darüber not amused und empfand es als „Abkehr Ihres Unternehmens von einem konstruktiv-kritischen, aber bislang vertrauensvollen Dialog zwischen der Unternehmensleitung und der Gemeindeverwaltung“

und drohte gar damit, dass „die Gemeindeverwaltung ihr Arbeitsverhältnis zu Ihrem Unternehmen überdenken und ggf. neu bewerten wird“.

Ganz unverhohlen nahm der Bürgermeister damit Bezug auf die aktuellen Beratungen des Bebauungsplans „Hafnersgrund“. PREFAG hat nicht unwesentliche Änderungen dieses Bebauungsplans beantragt, will eine eigene Zufahrt und massive Erdbewegungen, die der Firma das Schaffen einer großen, planen Ebene ermöglichen. Die ersten Schritte der Änderung des Bebauungsplans sind schon absolviert. Im Rahmen der Offenlage des Entwurfes zur Änderung des Bebauungsplanes tauchen jetzt allerdings Schwierigkeiten auf.

Noch weiden Ziegen im „Hafnersgrund“ während im Hintergrund ein Raupenschlepper schon die ersten Erdbewegungen vornimmt.

Das Landratsamt Karlsruhe verlangt eine weitergehende Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe bezüglich Emissionen, insbesondere zur Entwicklung von Staub und Erschütterungen aus dem Zementwerk. Die Erschütterungen könnten sich negativ auf die Produktion von Präzisionsdrehteilen auswirken. Überraschend, dass diese Bedenken beim Landratsamt erst jetzt und nicht schon in der ersten Phase Bebauungsplans auftauchten, wiewohl diese Emissionen aus dem Zementwerk schon weit vor dessen Erstellung bekannt waren.

Die Abstimmung mit dem Regierungspräsidium sei zwischenzeitlich erfolgt, beschreibt Karl-Heinz Burgey auf Nachfrage den Verfahrensstand. Derzeit würden von der Gemeindeverwaltung die notwendigen gutachterlichen Stellungnahmen eingeholt. Es sei vorgesehen, die Weiterentwicklung zur Änderung des Bebauungsplanes in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am 24. Juli zu beraten. Bis dahin könne die Gemeindeverwaltung die zeitliche Verzögerung abschätzen.

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