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Gondelsheim will zu Walzbachtal

Forstreform zwingt zu ungewöhnlichen Maßnahmen

Lange Jahre hatte ein Kartellrechtsverfahren, angestoßen von der der Sägewerksindustrie, für Unsicherheit in der Landesforstverwaltung und bei den Forstämtern gesorgt. Obwohl der Bundesgerichtshof 2017 in letzter Instanz die Klage abwies, bestand das Land auf einer Neuordnung der Forstverwaltung. Deren Umsetzung beschäftigt derzeit viele Kommunen.

Der Landkreis Karlsruhe hat allen Städten und Gemeinden des Landkreises ein Kooperationsmodell angeboten. Danach können die bisherigen Aufgaben, die das Forstamt in der Vergangenheit erbracht hat, für den Kommunal- und Privatwald bestehen bleiben.

Bestandteil der Reform ist, dass forstliche Dienstleistungen für kommunale und private Waldbesitzer nur noch zu Gestehungskosten angeboten werden dürfen. Die bisherige vom Land gewährte finanzielle Unterstützung entfällt. Das Land wird künftig nur noch die hoheitlichen Aufgaben im Forstbereich mitfinanzieren. Im Ergebnis führt dies zu höheren Gebührensätzen für die waldbesitzenden Gemeinden.

Der Holzverkauf muss gesondert organisiert werden. Die vier eigenen Forstmitarbeiter bleiben bei der Gemeinde ebenso wie die Planungen über den Gemeindewald in der Zuständigkeit der Gemeinde bleiben. Dieser Lösung stimmte der Walzbachtaler Gemeinderat zu. Das Konzept soll gemeinsam mit Gondelsheim durchgeführt werden, das zu den 850 Hektar Walzbachtaler Wald 250 weitere Gondelsheimer einbringt. Der Gondelsheimer Gemeinderat hat den entsprechenden Beschluss zwar noch nicht in öffentlicher Sitzung, aber – so war zu hören – in nichtöffentlicher Sitzung einstimmig gefasst. Der Gondelsheimer Waldanteil soll durch Walzbachtaler Forstarbeiter gegen Kostenersatz bewirtschaftet werden.

Das Forstrevier Gondelsheim (hier: Wald beim Erdbeerhof) soll in das Walzbachtaler Forstrevier integriert werden.

Diese Lösung wird zu Mehrkosten führen. Für 2019 rechnet Bürgermeister Karl-Heinz Burgey mit einem Forstverwaltungskostenanteil von rund 52.003 Euro.  Für 2020 wird voraussichtlich ein Anteil von rund 62.000 Euro fällig. Walzbachtal will auch dem Vorschlag des Landkreises folgen, für alle Gemeinden den Holzverkauf gemeinschaftlichen zu organisieren. Dadurch sollen die Gemeinden eine stärkere Verhandlungsposition gegenüber der Holzwirtschaft zu erhalten.o war zu hören – in nichtöffentlicher Sitzung einstimmig gefasst. Der Gondelsheimer Waldanteil soll durch Walzbachtaler Forstarbeiter gegen Kostenersatz bewirtschaftet werden.

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