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Glühweinlyrik

Vera Arendt und Hansi Klees lasen in der Stadtbücherei
(PM) Die Veranstaltung war bereits Wochen im Voraus ausverkauft – allzu gut war den Brettenern wohl die erste Auflage der „Glühweinlese“ 2015 im Gedächtnis. Und die über 60 Zuhörer wurden nicht enttäuscht: eine Glühweinbar empfing die Gäste bereits vor der Bücherei, wärmendes Feuer, Stehtische und Plätzchenteller luden zum Verweilen zwischen den Lesungen ein und liebevoll dekoriert war die Stadtbücherei, so dass eine rundum wohlige Atmosphäre herrschte.

Neu war, dass Hansi Klees die satirisch-humorvollen zuweilen auch nachdenklichen Texte im Duett mit Vera Arendt vortrug. Die Lesung der Beiden geriet zu einem Hörgenuss auf höchstem Niveau. Hansi Klees präsentierte mit professionellem schauspielerischem Können Texte von Kishon über Werner Puschner bis zu Harald Hurst; er lebte geradezu Hursts Weihnachtsmarkt-Satire „Der mit de Worschd“ und konnte sich herrlich in Werner Puschners „Mir schenke uns nix“ und „früher war mehr Weihnachten“ von Horst Evers hineinsteigern.

Vera Arendt brillierte an diesem Abend nicht minder mit Loriots Empfehlungen für weihnachtliche Kochrezepte („Papa in Marzipan“ …) oder dessen sarkastischem Adventsgedicht: „in dieser wunderschönen Nacht, hat sie den Förster umgebracht…“. Bei den „hochexplosiven“ Berichten aus der fiktiven Gemeinde Stenkelfeldt und deren Weihnachtsbeleuchtung spielte sich das lesende Paar die satirischen Bälle perfekt zu, was die begeisterten Zuhörer mit immer wieder aufbrandendem Lachen und anhaltendem Beifall belohnten.

Auch 2018 wird es in der Stadtbücherei Bretten besondere Lesungen geben, wie zum Bespiel ein Hermann-Hesse-Abend am 2. März. Und zum Welttag des Buches gastiert am 22. April 2018 der Karlsruher Regiokrimiautor Wolfgang Burger wiederholt in Bretten – mit dem neusten Fall seines erfolgreichen Heidelberger Ermittlers Alexander Gerlach.

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