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Gewerbesteuer senken?

Jenny Geis beim Neujahrsempfang der CDU Walzbachtal
Die Tinte der Unterschriften unter den Sondierungsgesprächen über die GroKo in Berlin war kaum trocken, da waren sie schon Steilvorlage für die Redner des von einem Posaunenensemble des Musikvereins Wössingen musikalisch umrahmten Neujahrsempfangs der CDU Walzbachtal. Silke Meyer als Vertreterin des potentiellen Koalitionärs in spe SPD erhielt eine freundliche Begrüßung im Jöhlinger Martinussaal. Mit galligen Seitenhieben hingegen wurden die „Jamaikaner“ von der FDP (Werner Schön) und den Grünen (Andrea Zipf) bedacht. Willkommen sei die politische Konkurrenz aber allemal, betonte der CDU-Vorsitzende Michael Plaumann bei seiner Begrüßung der Gäste, zumal man sich mit ihr nicht nur auf kommunalpolitischer Ebene in fairem Wettstreit befinde. Er weigere sich dem bundesdeutschen System das Etikett Kapitalismus anzuheften. Vielmehr sehe er sich in einer Gesellschaft, in der man selbst aus einfachen Verhältnissen kommend an die Spitze gelangen könne.

Das Posaunenensmble des Musikvereins Wössingen gab mit seiner Interpretation des „Pink Panther“ eine Steilvorlage für ein Plaumann-Kompliment auf Jenny Geis: „Ein Diamant unserer Veranstaltung“

Als lebendiges Beispiel dafür bezeichnete er die Hauptrednerin des Abends Jenny Geis. Die Geschäftsführerin der IHK Karlsruhe im Bereich Starthilfe, Unternehmensführung, Service-Center, Dienstleistungswirtschaft, Handel und Tourismus war als Ersatz für den ursprünglich als Redner vorgesehenen IHK-Präsidenten Grenke eingesprungen. Auf wenig Gegenliebe bei Bürgermeister und Gemeinderäten stieß ihre Forderung, die Gewerbesteuer als Investitionsimpuls für die Unternehmen zu senken. Die umliegenden Gemeinden und damit auch Walzbachtal hätten im Bereich der Gewerbeansiedlung enorme Chancen dadurch, dass Karlsruhe praktisch keine Gewerbeflächen mehr zur Verfügung habe.

Ganz entscheidend für die aus der europäischen Zusammenarbeit profitierende Wirtschaftsregion sei die Infrastruktur, meinte Geis und forderte eine schnelle Verwirklichung der zweiten Rheinbrücke und eine Verbesserung der Verbindungen auf dem Flughafen Baden-Baden. Handel sei immer auch friedensstiftend. Der Europäische Binnenmarkt habe auch in der Beziehung eine bedeutende Funktion. Als Gegenbeispiel bezeichnete sie den Brexit, der auch die deutschen Unternehmen viele Millionen Euro kosten werde.

Jenny Geis empfahl die Senkung der Gewerbesteuer als probates Mittel für wirtschaftlichen Stimulus

Anmerkungen zu den gerade zu Ende gegangenen Sondierungsgesprächen zur Bildung einer Koalition von Union und SPD in Berlin machte Joachim Kößler. Er weigerte sich, in das Krisengerade einzustimmen. Deutschland sei mit sprudelnden Steuereinahmen auf einem guten Weg und das müsse draußen auch deutlich gemacht werden.

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Kommentare (1)

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    Kraichgauer

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    Als Antwort auf: Gewerbesteuer senken?
    „…sehe er sich in einer Gesellschaft, in der man selbst aus einfachen Verhältnissen kommend an die Spitze gelangen könne. Als lebendiges Beispiel dafür bezeichnete er die Hauptrednerin des Abends Jenny Geis“ Charmant, charmant! 🙂

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