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Gemeinderatssplitter

Kontrolle der Weingartener Schleichwege wird verschärft

Traurige Nachricht für die Berufspendler zwischen Bretten und Karlsruhe. An der Sperrung der Schleichwege zur Umgehung der Baustelle in der Jöhlinger Straße in Weingarten wird sich nichts ändern, auch nachdem der zweite Bauabschnitt am 8. April eröffnet wurde. Im Gegenteil. „Der Schleichverkehr auf einzelnen gesperrten Feldwegen kann aus artenschutzrechtlichen Gründen nicht mehr im bisherigen Umfang geduldet werden“,

heißt es in einer Bekanntmachung der Gemeinde Walzbachtal und beschreibt die Weingartener Position so: „Die Gemeindeverwaltung Weingarten teilte deshalb mit, dass auf einzelnen Strecken weiter Maßnahmen zur Unterbindung des trotz Sperrung dort festzustellenden nichtlandwirtschaftlichen Verkehrs geprüft und ergriffen werden. Dabei geht es insbesondere um die Strecken durch das Mauertal und die Ungeheuerklamm“.

Der zweite Bauabschnitt starte, obwohl des dem Bauunternehme, das den ersten Bauabschnitt umsetzt, ncht gelungen ist, im Zeitplan zu bleiben. Dieser Bauabschnitt werde wohl erst im Juli 2019 beendet werden können.

Macht der Seniorenbeirat den Gemeinderat überflüssig? Fast könnte man es meinen nach der Sitzung am Montagabend. Von Lob überhäuft für die Arbeit im Jahr 2018 stellte Michael Paul den Gemeinderat selbst in Frage. Was für Aufgaben könne man denn dem Seniorenbeirat noch übertragen, fragte er in die Runde und Wolfgang Eberle war um eine Antwort nicht verlegen: „Alle bei denen ihr erfolgreich sein wollt“, lachte er zurück. Karkl-Heinz Burgey spann den Faden weiter: Der Gemeinderat solle sich am besten selbst abschaffen.

Eine Sitzungsunterbrechung gibt es im Gemeinderat höchst selten. Am Montagabend war es so weit. Bei der Diskussion um die Folgenutzung für den ehemaligen Edeka in Wössingen kitzelte Karin Herlan eine problematische rechtliche Frage heraus. Ob man Logistikunternehmen dafür nicht ausschließen könne, mochte der Bürgermeister nicht sofort entscheiden. Bebauungsplände seien immer eine „hochinteressante Veranstaltung“, bei der man höllisch aufpassen müsse, meinte Karl-Heinz Burgey. Silke Meyer beantragte daraufhin Sitzungsunterbrechung. Doch nicht ihre Fraktion, sondern die vier Fraktionsvorsitzenden zogen sich zurück zur Beratung der Frage, ob man nun sofort darauf beharren solle oder das bei gegebenem Anlass später einfügen könne. Letztere Meinung setzte sich bei dem Konklave wohl durch. „Wir stellen keinen Antrag“, beschied Meyer den Bürgermeister und die Sache war geregelt.

Am Montag Start der Bewerbungsfrist für die Bürgermeisterwahl. Drei Kandidaten haben sich bekannt. Zu dem andernorts schon oft gesehenen Andrang am ersten Tag kam es nicht. Nur Michael Paul gab seine Bewerbung ab und wird damit an erster Position auf dem Stimmzettel stehen. Ein bisschen Verwirrung aber am Montagabend. Bürgermeister und Gemeindewahlausschussvorsitzender Karl-Heinz Burgey wusste nichts davon, dass schon eine Bewerbung eingegangen sei. Rätselraten bei ihm und dem Kandidaten. Entwarnung gab am nächsten Morgen Mirjam Müller-Dietzel. Das Bewerbungsschreiben sei um 7:30 Uhr schon im Rathausbriefkasten gelegen. Keine Aufklärung gab es darüber, wieso der Wahlausschussvorsitzende davon keine Kenntnis erlangte.

Große Aufregung gab es bei den Eltern über die Unsicherheit bei der Belegung der Walzbachtaler Horte. Der Bürgermeister beruhigte einen Wössinger Vater während der einleitenden Fragestunde. Für Wössingen würden alle Kinder einen Platz erhalten. War es nun ein relativierendes Ja und ein geheimnisvolles Fragezeichen für den Ortsteil Jöhlingen als er anfügte: „In Wössingen ja!“

Ein Aderlass war es nicht gerade, den das Walzbachtaler Rathaus im vergangenen Jahr erlebt hat. Aber außergewöhnlich viele Mitarbeiter haben doch die Arbeit in einer anderen staatlichen Institution der in Walzbachtal vorgezogen. Jetzt zieht der Leiter der Abteilung Bürger- und Sozialdienste, Erziehung, Soziales, Umwelt, Natur nach. Der in Weiler wohnende Steffen Riegsinger wird im Herbst als Hauptamtsleiter in seine Heimatgemeinde Keltern wechseln.

Ganz knapp ging die Abstimmung über den CDU-Antrag aus, für die Hofmanns Seite in Jöhlingen den Bebauungsplan auf den Weg zu bringen, der ohnehin im Flächennutzungsplan vorgesehen ist. Acht CDUler sahen sich acht Gegenstimmen und damit der Niederlage gegenüber. Denn Patt-Situation heißt laut Gemeindeordnung Ablehnung. Für diese knappe Entscheidung hatten die beiden SPD-Fraktionsmitglieder Karin Herlan und Silke Meyer gesorgt. Sie hatten sich der Stimme enthalten. Interessiert verfolgt hat diese Abstimmung Tobias Schreiber in den Zuschauerreihen. Denn wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu vernehmen war, hat die Firma Liese, deren Geschäftsführer Tobias Schreiber ist,  starkes Interesse an dem Gebiet angemeldet.

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Kommentare (2)

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    Jöhlinger

    |

    Als Antwort auf: Gemeinderatssplitter
    Mauertal ? Ungeheuerklamm ? Man hört immer nur diese Namen und wollte auch Geld ausgeben für die Lösung Mauertal. Dass aber in Binsheim der Strassenzustand und Verkehrsicherheit Richtung Grombach nicht gegeben ist interessiert niemanden. Schlaglöcher , Steinschläge durch loses Befestigungsmaterial des Seitenstreifens, Hupen und schreien der Autofahrer die nicht ausweichen wollen oder können ist normal. Oder der Stau wenn zwei Verkehrsteilnehmer sich die Spiegel abfahren und Vorort streiten bzw. auf die Polizei warten. Am besten sind noch jene die durch den Garten einiger Anlieger in Binsheim fahren weil Sie Angst haben die Strasse langt von der Breite nicht. Leider gehts den Anwohnern im Sohl ähnlich.
    Was ärgerlich ist, dass seit 1. Oktober (Runder Tisch) nichts mehr passiert ist, bzw. konstruktive Lösungen im Sande verlaufen oder man nichts mehr hört.
    Die Maßnahmen werden bestimmt umgesetzt wenn die Bauabschnitte in Weingarten fast fertig sind . (Ein Schelm der Böses dabei denkt)

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    Gondelsheimer

    |

    „Der zweite Bauabschnitt starte, obwohl es dem Bauunternehme, das den ersten Bauabschnitt umsetzt, nicht gelungen ist, im Zeitplan zu bleiben.“ Hoppla, oder fällt es bei mehrjährigen Projekten gar nicht mehr auf, wenn die aus dem Ruder laufen?

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