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Für viele Autofahrer ist die Sperrung der L559 kein Hindernis

Geißelhaft

Harte Kritik von Volker Trumpf und Silke Meyer am Weingartener Bürgermeister
Die Sperrung der Jöhlinger Straße in Weingarten sorgt weiterhin für sehr viel Unmut in der Region. Lautstarkes Gehör verschaffte sich dieser Unmut in der letzten Walzbachtaler Gemeinderatssitzung. Mit scharfen Worten wurde insbesondere der Weingartener Bürgermeister Eric Bänziger angegangen. Ihn machte nicht nur die SPD-Fraktionsvorsitzende Silke Meyer für das Chaos mitverantwortlich, das auf den Schleichwegen, Ausweich- und Umleitungsstrecken seit der Sperrung der Landesstraße 559 zwischen Jöhlingen und Weingarten herrscht. Mit großer Verwunderung habe sie die Presseerklärung des Weingartener Bürgermeisters gelesen, in der dieser die Einrichtung von Ausweichstrecken strikt abgelehnt hatte, meinte Silke Meyer. Diese Maßnahme bringe ganz viele Nachteile auch für Weingarten selbst. Gerade deshalb empfand sei es als „Unding, dass die Planungen vor Beginn der Bauarbeiten nicht abgeschlossen waren“.

Mit noch härteren Worten nahm Volker Trumpf (CDU) Eric Bänziger auf die Hörner. Er habe mit der in dieser Art nicht nachvollziehbaren Sperrung der L559 den Glauben an die ganze Verwaltung verloren. Das bezog er nicht nur auf den Weingartener Bürgermeister, sondern auch auf die Verkehrsplaner im Landratsamt. „Es kann doch nicht sein, dass ein Bürgermeister so viele Leute in Geißelhaft nimmt“, schimpfte Trumpf und forderte den Walzbachtaler Bürgermeister auf, bei seinem Weingartener Kollegen zu intervenieren. Es sei nicht hinnehmbar, dass diese Fehler unter den Tisch gekehrt werden.

Selbst der ansonsten mit Kritik an Amtskollegen mehr als zurückhaltende Karl-Heinz Burgey („Ich äußere mich öffentlich nicht gern über Nachbargemeinden.“) verhehlte daraufhin sein Unverständnis nicht. Er erinnerte daran, dass zunächst Pausen in den Ausbauabschnitten vorgesehen gewesen seine. Jetzt aber werde die L559 drei Jahre in einem Stück gesperrt. „Das ist nur schwer nachvollziehbar und ist nicht plausibel dargelegt. Das hätte auf Herz und Nieren geprüft werden müssen“, meinte Burgey. Alle Anwohner hätten ein Recht auf eine plausible Begründung. Deshalb werde er sich hilfesuchend ans Landratsamt wenden und versprach: „Wir bleiben am Thema dran.“

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Kommentare (1)

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    Danielle Stiller

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    Als Antwort auf: Geißelhaft
    Guten Tag, mit Interesse lese ich diese Kommentare. Selbst ich habe ganz zu Anfang der Sperrung mich beschwert, aber es hieß:“ man müsse sich vorstellen dass diese Straße nicht da war oder nicht gebaut wurde, dann müsste man auch über Berghausen fahren“. Fand ich unverschämt. Persönlich fahre ich täglich 120 km ( jöhlingen nach Bühl und zurück) . Autobahn mit Baustelle, dann Tunnel grötzingen der zeitweise gesperrt wurde, all dies habe ich geschrieben, von dem gemeinde Mitarbeiter wurde keine Rücksicht genommen. Man hätte ja auch Mal das Hirn einschalten können und eine brauchbare Umleitung anbieten können. Ich habe eine pflegebedürftige Person, die auch wartet…was nun?

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