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FDP will Südumfahrung

Infrastruktur ist einer der Schwerpunkte des umtriebigen FDP-Bundestagskandidaten Christian Jung. Seine Initiativen zu den beiden Bundesstraßen, die Bruchsal und Pforzheim verbinden, sind schon Legion. Für die Strecke fürchtet er nämlich das Schlimmste. Der Verkehrsinfarkt ist seiner Ansicht nach spätestens im Jahr 2025 unvermeidlich, sollte nicht bald eine entscheidende Verbesserung der Straßenverhältnisse kommen. Ein dickes Brett muss er dabei bohren wie er gestern Nachmittag bei einem Vor-Ort-Termin einräumte. Sein Ziel sei es, die Südwestumfahrung westlich von Rinklingen spätestens an seinem 55. Geburtstag fertiggestellt zu sehen, meinte der fast 40-Jährige.

Nicht nur deshalb hatte er Unterstützung aus dem Landtag mitgebracht, als er wieder einmal am Brettener Alexanderplatz, dem Schnittpunkt der Brettener Verkehrsprobleme, Aufstellung nahm. Mit Jochen Haußmann wusste er den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP an seiner Seite. Der verkehrspolitischen Sprecher wies auf die unmittelbar bevorstehende Priorisierung der verkehrspolitischen Maßnahmen des Landes Baden-Württemberg hin. In dieser Situation sei es sehr wichtig, „dass sich die Stadt noch einmal positioniert“. Das müsse zeitnah geschehen, um sich in diesen Prozess einbringen zu können. Haußmann zeigte sich andererseits optimistisch, „dass wir eine gute Priorisierung erhalten werden“.

Für Christian Jung ist bei dem Vorhaben essentiell, dass die betroffenen Gemeinden nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten. „Wir brauchen die Einheit der politischen Vertreter sonst werden wir nicht den notwendigen Druck aufbauen können,“ sagte er. Zumindest für Bretten sei man auf einem guten Weg, warf daraufhin Gerd Bischoff ein und erinnerte an den gerade mit großer Mehrheit im Brettener Stadtrat gefassten entsprechenden Beschluss.

Gunter Lange verwies darauf, dass die ursprünglich angestellten Verkehrsprognosen für das Jarh 2025 bereits jetzt erfüllt seien. Es müsse alles daran gesetzt werden, dass die 33 Prozent Durchgangsverkehr an Schwerlastern aus der Stadt raus kommen. Das war auch Markus Delor ein Dorn im Auge. Wenn man auf der B35 und der B294 schon eine Ausweichstrecke zwischen zwei Autobahnanschlüssen habe, dann solle man keine halben Sachen machen, meinte er und forderte den durchgängigen vierspurigen Ausbau zwischen Bruchsal und Pforzheim.

Das war denn doch allen anderen zu viel. Maximal auf eine dreispurige Fahrbahn an manchen Stellen mochte sich Christian Jung einlassen und brachte einen nicht unwichtigen Aspekt ins Spiel: „Wir wollen Gutes tun und nicht die Natur zerstören“. Gleichzeitig wies er Forderungen einer Rinklinger Bürgerinitiative zurück, denn schließlich gehe es um das Allgemeinwohl. Neben der Finanzierung und der Planfeststellung war eine entscheidende Frage, die nicht nur Gerd Bischoff umtrieb: „Wie könnte denn die Zeitschiene aussehen?“ So richtig festlegen auf eine Zahl wollte sich Experte Haußmann nicht. Die realistischen Annahmen kamen von anderen. Zwischen 15 und 20 Jahren werde es dauern, bis die ersten Autos auf einer neuen B294 im Westen an Rinklingen vorbeifahren, war man sich schließlich einig.

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