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Faust in der Tasche

Walzbachtaler Gemeinderat resigniert vor der rechtlichen Einschätzung des Landrats

Keine Lösung für die Probleme rund um die Sperrung der Jöhlinger Straße in Weingarten hat ein zweiter runder Tisch gefunden, der auf Anregung von Landrat Schnaudigel Ende Januar in Weingarten stattfand (siehe https://nadr.de/sperrung-bleibt/ ). Jetzt hat sich der Walzbachtaler Gemeinderat noch einmal mit dem Thema beschäftigt.

Bürgermeister Karl-Heinz Burgey lieferte eine eigene Einschätzung aus Sicht seiner Gemeinde. Walzbachtal habe im Vorfeld dieses Treffens seine Hausaufgaben gemacht, betonte Burgey. Es seien umfängliche Vorarbeiten geleistet worden, um eine Umgehung über die landwirtschaftlichen Wege zu ermöglichen. So sei ein dafür notwendiges Grundstück erworben worden. Walzbachtal habe gegenüber Weingarten nicht nur die Bereitschaft erklärt, dieses Grundstück für den Wegebau zur Verfügung zu stellen und sich an den Baukosten zu beteiligen,  sondern hätte sich darüber hinaus auch bereit erklärt den bestehenden Wirtschaftsweg vom Naturfreundehaus in Richtung „Wüste“ zu ertüchtigen.

Trotzdem habe man schließlich kapitulieren müssen vor der rechtlichen Einschätzung des Landratsamtes, das unüberwindbare Probleme bei der Verkehrssicherheit und des Artenschutzes ins Feld führte. Damit bleibe es bei der gegenwärtigen Situation, dass es keine anderen Lösungen zur Umfahrung Weingartens gebe. An den Einwänden des Landratsamtes komme die Gemeinde nicht vorbei. Das Ergebnis sei „in keiner Weise befriedigend für die Gemeinde, ihre Einwohner, ihre Gewerbetreibenden – auch nicht für die Nachbargemeinden Berghausen und Grötzingen“. Viel Beifall erhielt er im Gemeinderat für seine Kritik, dass hier Verkehrsplanung durchgezogen worden sei ohne die notwendige vorherige Bauplanung.

Auf Nachfrage von Silke Meyer informierte Karl-Heinz Burgey, dass entgegen ursprünglicher Befürchtungen die zweite Bauphase unmittelbar an die erste ansetze und es keine Unterbrechung der Sperrung für wenige Wochen geben werde („viel zu aufwändig!“). Frustriert zeigte sich auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Paul. Die Fraktionsvorsitzenden im Walzbachtaler Gemeinderat hätten zwar in einem separaten Gespräch mit ihren Kollegen  im Weingartener Gemeinderat alles versucht, seien jedoch ebenfalls gescheitert. Paul zeigte andererseits Verständnis für die Weingartener Position: „Wahrscheinlich hätten wir das als Weingartener Gemeinderäte auch anders gesehen Probiert haben wir es und das waren wir unseren Einwohnern schuldig“. Er werde das Ergebnis „mit der Faust in der Tasche akzeptieren“. t 2 Accent 1;

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