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Expertin an der Spitze

Neue Leiterin der Rechbergklinik stellte sich niedergelassenen Ärzten vor
Die Rechbergklinik hat seit April eine neue ärztliche Direktorin. Martina Varrentrapp trat die Nachfolge von Professor Dr. Winkelmann an. Letzten Mittwoch stellte sie sich den niedergelassenen Ärzten der Raumschaft Bretten vor. Das Interesse war groß und der Kreis erheblich größer als sie selbst erwartet hatte. Rund 80 Besucher füllten den Hörsaal 1 der Rechbergklinik. Das Interesse war nicht nur bei den sogenannten „Einweisern“ groß. Neben den niedergelassenen Ärzten, die ihre Patienten in die Rechbergklinik schicken, waren unter den Zuhörern auch die Belegschaft der Klinik selbst stattlich vertreten, teilweise noch mit Stethoskop um den Hals aus dem Dienst herbeigeeilt. Unter den Besuchern auch ihr Vorgänger Dr. Winkelmann.
Rund 80 interessierte Zuhörer, darunter viele "Einweiser"

Rund 80 interessierte Zuhörer, darunter viele „Einweiser“



„Wer ist Martina Varrentrapp?“ fragte sie in die wissbegierige Runde. Die Aufklärung ließ nicht lange auf sich warten. Eines ihrer höchsten beruflichen Ziele sei ein großes Portfolio. Die innere Medizin versuche sie, in ihrer ganzen Breite abzudecken. Deshalb habe sie Stationen in Hannover, Gelsenkirchen, Wertheim, Albstadt und Landau absolviert, betonte die neue ärztliche Leiterin.

Mit dem medizinischen Bereich wollte sie sich nicht zufrieden geben. In einer dualen Ausbildung habe sie Medizin-Management-Projekte in etlichen Krankenhäusern begleitet und bestimmt. Immer getragen von dem Ziel der „Vorbereitung für die Leitung einer ungeteilten Abteilung für Innere Medizin“. Nach „Lehr- und Wanderjahren zur Sammlung umfassender klinischer Erfahrungen“ ist sie in Bretten mit diesem Ziel angekommen.

Wie sehr die Brettener trotz breiter Aufstellung von ihren Erfahrungen auch bei sehr speziellen medizinischen Problemen profitieren werden, machte Varrentrapp mit einem Referat zu einem ihrer Fälle deutlich. Eindrucksvoll schilderte sie einen klinischen Fall der Leptospirose. Eine gefährliche Infektionskrankheit, die durch Ratten und Mäuse auf Menschen übertragen werden kann. Die Infektiologie soll in der Rechbergklinik künftig eine besondere Bedeutung gewinnen.
Falldarstellng zur Leptospirose von Martina Varrentrapp

Falldarstellng zur Leptospirose von Martina Varrentrapp



Neues hatten auch die beiden anderen Referenten vorzutragen, die Martina Varrentrapp zu dem Abend eingeladen hatte. Susanne Jansen gab einen Überblick über die bauliche und medizinische Entwicklung nicht nur der Rechbergklinik, sondern des einheitlichen Plankrankenhauses Bruchsal-Bretten. In Bretten sei die innere Medizin breit aufgestellt, unterstützte sie die ärztliche Direktorin. Die Regionaldirektorin der Klinikholding skizzierte die Entwicklungen bei der ambulanten Chemotherapie, Alterstraumatologie und der lange Zeit umstrittenen Gynäkologie-Abteilung. Nach der Eröffnung des Neubaus werde es in Bretten nur noch die ambulante Gynäkologie geben. Mit Hilfe von Dr. Martin sei es gelungen, in Bretten Endoprothetik machen zu dürfen.

Der Bau selbst wachse und gedeihe und sei im Kostenplan. Wegen Problemen mit dem Trockenbauer sei man allerdings zeitlich ein wenig in Verzug. Nach seiner Fertigstellung werde mit der Umwandlung des roten Baus in ein Fachärztezentrum begonnen, für das man einen Investor habe gewinnen können.

Die Medizin der Zukunft beschrieb Prof. Dr. Jörg Martin

Die Medizin der Zukunft beschrieb Prof. Dr. Jörg Martin

Einen weiten Blick in die Zukunft der Medizin warf Professor Jörg Martin. Er stellte die digitalen Entwicklungen in den Mittelpunkt, die auch die Medizin revolutionieren werden. Die Rolle des Arztes werde sich sehr verändern. Telemedizin werde Einzug halten. Einzelpraxen werden verschwinden, prognostizierte der Geschäftsführer der Klinikholding.

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