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Erleichterung um 2 Uhr

THW übt im Steinbruch des OPTERRA Werkes Wössingen
(PM) Steinbrüche stellen hohe Anforderungen an die Sicherheit. Ihre steilen Wände, der Abraum und das insgesamt unwegsame Gelände bergen erhebliche Risiken für die dort tätigen Menschen. Gleichzeitig ziehen sie immer wieder auch Unbefugte an, die das Terrain als gefährlichen Abenteuerspielplatz nutzen. Die Unfallstatistiken der Branche zeigen, dass abstürzende Fahrzeuge und Personenschäden reelle Vorkommnisse in Tagebauen und Steinbrüchen sind. Tritt ein solcher Ernstfall ein, ist schnelles und sicheres Handeln vonnöten. Wie so oft, macht Übung auch hier den Meister. Und es ist umso besser, wenn die Übung unter Echt-Bedingungen durchgeführt werden kann.

Solche Bedingungen fand das Technische Hilfswerk Karlsruhe (THW) im Steinbruch des OPTERRA Werkes Wössingen vor und erhielt von der Werksleitung die Zusage, dort am 21. Oktober 2017 eine Übung durchführen zu können. Simuliert wurde ein Unwetterereignis mit orkanartigen Winden und Niederschlägen, wobei das tatsächliche Wetter dieser Annahme dann vollends gerecht wurde. Das Zementwerk setzte einen gespielten Notruf ab. Darin wurde mitgeteilt, dass der Kontakt zu sieben Fremdmitarbeitern im Steinbruch nach einem Unwetter abgebrochen ist und diese vermisst sind. Sie hielten sich, so das Szenario, zur Vorbereitung von Bohrlöchern zur Absprengung einer neuen Abbauhalde im Steinbruch auf.

Rund 30 Einsatzkräfte, sechs Fahrzeuge des THW und zwei weitere Fahrzeuge des DRK fuhren mit Blaulicht das Werk an. Als Bergungsgeräte standen ihnen ein Radlader, Gerätekraftwagen und Licht zur Verfügung. Tino Villano, Leiter Arbeitssicherheit bei OPTERRA, schilderte den Einsatzkräften die Situation. Danach begann zunächst die Flächensuche nach den vermissten Personen. Die inzwischen eingetretene Dunkelheit und der Regen erschwerten die Suche erheblich. Bei dieser Übung konnten fünf Personen gefunden werden. Zwei weitere Personen waren gemäß dem Szenario mit einem Fahrzeug unterwegs. Sie verunfallten an einer Steilwand. Dazu hatten die Kollegen des Werkes ein Fahrzeug vorbereitet, mit Dummys bestückt und die Klippe hinuntergestoßen. Bei schlechtem Wetter trafen die Einsatzkräfte von THW und DRK im unwegsamen Gelände auf den völlig zerstörten Pkw mit den Insassen. Bevor die Personen aus dem Fahrzeug gerettet werden konnten, musste ein Zugang dorthin geschaffen werden. Erst danach war eine Befreiung mittels hydraulisch betriebenem Rettungsmittel aus dem Wrack möglich. Nach rund sieben Stunden war der Übungseinsatz erfolgreich beendet. Genau wie die Einsatzkräfte zeigte sich auch Tino Villano gegen 2 Uhr nachts erleichtert über den reibungslosen Ablauf: „Zu wissen, was im Ernstfall zu tun ist, gibt allen Beteiligten Sicherheit. Übungen wie diese sind dabei wertvolle Handlungshilfen. Gleichwohl hoffen wir, dass die Übung nie zum Ernstfall wird.“ Detaillierte Informationen zum Ablauf des Übungseinsatzes finden sich unter: http://www.thw-karlsruhe.de im Artikel „Heute bereit für morgen“.

Fotos Quelle: David.Domjahn@THW-Karlsruhe.de

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