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Erinnerung

Steinzeugstraße – Schilder sollen an Ursprung der Straßennamen in Diedelsheim erinnern
Historische Gewann- oder Straßennamen geben heute oftmals ein Rätsel auf. Nur selten erschließt sich automatisch ihr Ursprung. So könnte es einst auch der Diedelsheimer Steinzeugstraße gehen. Mit dem aktuellen Abbruch des Harschschen Steinzeugwerks verschwinden auch hier die äußeren Zeichen, die künftigen Generationen Aufschluss über den Namen geben können. Gegen das Vergessen wird in Diedelsheim heftig angekämpft. Eberhard Schallhorn hat es sich zur Aufgabe gesetzt, mit kleinen Hinweisschildern Informationen zu den jeweiligen Straßennamen zu geben. Er hat damit im Quartier angefangen, in denen Straßennamen auf Vertreibung und Flucht nach dem Zweiten Weltkrieg hinweisen. Jetzt ist er bei der Steinzeugstraße angekommen. Gefördert wurde und wird Schallhorn in seinem – wie er kritisch anmerkte – anfangs von der Stadtverwaltung nicht unterstützten Vorhaben von Ortsvorsteher Martin Kern. Beim Anbringen des kleine Hinweisschildes wies Kern auch auf die Namenswechsel hin, die die Straße direkt nach der Diedelsheimer Eingemeindung von der Brettener, über die Rolf-Harsch-Straße hin zur jetzigen Steinzeugstraße erfahren hat.
Bedauern herrschte in der kleinen Runde, dass das namensgebende Steinzeugwerk verschwunden sei und sich das Diedelsheimer Entree derzeit drastisch verändere. Rudolf Harsch bedauerte, dass es „beim besten Willen nicht gelungen ist, die bestehenden Gebäude in eine Wohnbebauung umzuwandeln“. Ein Wandel, den allerdings schon viele Firmen erlebt hätten, erinnerte sich Martin Wolff. Das sei der Lauf der Zeit, den man in vielen Fällen nicht habe aufhalten können. Immer wieder hätten sich in Bretten große Firmen aufgelöst, Betriebsgebäude seien abgerissen wurden.

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