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E-Car-Sharing

Stadtwerke und Energieagentur wollen Elektromobilität für Unternehmer
Noch sind Elektrofahrzeuge selten auf den Brettener Straßen zu sehen. Das soll sich nach Auffassung der Energieagentur des Landkreises Karlsruhe und der Brettener Stadtwerke ändern. Nach privaten Autobesitzern haben sich die beiden jetzt die Unternehmen als Zielgruppe ausgeguckt. Eine illustre Runde von 25 Unternehmern wurde in das Foyer des Grüner eingeladen zur Vorstellung eines E- Car-Sharing-Projekts.
Elf waren gekommen, um von der Möglichkeit zu hören, eine Ladesäule nicht nur für sich selbst an ihrem Firmenstandort zu installieren, sondern das firmeneigene E-Mobil in ein Car-Sharing-Projekt einzubringen.
In der ungenutzten Zeit könne das E-Mobil privaten Kunden zur Verfügung gestellt werden. Das Auto solle damit nicht nur „Stehzeug“ sein, sondern zum tatsächlichen Fahrzeug werden, wie Simon Weimer bei der Projektvorstellung formulierte. In Bruchsal seien mit Fördermitteln in Höhe von 1,2 Millionen 40 Ladesäulen und Fahrzeuge angeschafft worden, informierte Birgit Schwegle. Mit solchen Fördermitteln könne man in Bretten nicht mehr rechnen, bedauerte die Geschäftsführerin der Energieagentur und hoffte gleichzeitig auf eine trotzdem erfolgreiche Ausweitung des Projekts nach Bretten.
Über sechs Ladestationen am Rathaus, beim technischen Rathaus, beim Hallenbad und beim Pflegedienst Schulz verfüge Bretten immerhin schon, informierte Stefan Kleck. In der Diskussion räumte er ein, dass es derzeit noch ein schwieriges unternehmerisches Abwägen sei, ob man sich an dem Projekt beteiligen wolle. Stadtwerke und Energieagentur seien aber an vielen Stellen bereit, nach individuellen Lösungen zu suchen, meinte der Geschäftsführer der Stadtwerke in Übereinstimmung mit Birgit Schwegle.
„In dieses Neuland“, wie er es nannte, wollte sich Frank Tretter nicht sofort wagen. Mehr als zweifelhaft ist, ob der interessierte Zuhörer und Vorstandsvorsitzende der Bischof Glastechnik das am Ende ausgeteilte Feedback-Formular mit einem „Ich habe Interesse“ markieren wird. Für ihn sind die garantierten 250 Kilometer Reichweite des Zeo einfach zu wenig. Um Kunden in Hamburg beispielsweise zu erreichen bei Zwischenstops zweimal stundenlang aufladen zu müssen, erachtet er als nicht akzeptabel. Mit dem Firmenstandort beim Brettener Bahnhof wäre man zwar idealtypisch geeignet für eine von Privatbenutzern mit der Stadtbahn leicht erreichbaren Ladesäule. Das allein sei als Argument aber noch nicht ausreichend.
„Prominentes Interesse“ hingegen äußerte Jan Trense. Der Geschäftsführer der unweit der Stadtbahnhaltestelle Mitte residierenden INO-Systems sah die Idee als „sehr spannend“ und als eine Möglichkeit der Verkehrsentlastung in Bretten. Viele Autos am Firmenstandort würden nur sehr wenig bewegt werden. Das Car-Sharing Modell biete die Chance für eine bessere Nutzung der Betriebsmittel. Als ein „tolles Konzept“ empfand OB Martin Wolff das E-Car-Sharing, bei dem es mit Firmen, Benutzern und nicht zuletzt der Natur nur Gewinner gebe. Das Mobilitäts-Konzept der Zukunft müsse einfach schon mal ausprobiert werden, selbst wenn es noch einige Schwächen habe.

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