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Das große Wandern

Kraichgau-Wegenetz von Bürgermeistern und Gefolge eröffnet

(NadR/PM) Dreizehn Grad. Die Sonne scheint. Nur wenige Wölkchen trüben den Himmel. Genau so heiter präsentierte sich gestern Oberbürgermeister Martin Wolff beim Bürgermeisterwandern. Mit der Veranstaltungsreihe, die in sämtlichen Mitgliedsgemeinden stattfand wurde auf Initiative des Tourismusverbandes Kraichgau-Stromberg ein Wanderwegenetz eröffnet, für das der Oberbürgermeister beim Start in der Brettener Saatschule die höchsten Superlative fand.

Auf 1000 Kilometern seien 190 Rundwanderwege kartiert, 2000 Hauptwegweiser und 7500 Zwischenwegweiser montiert und 75 Wandertafeln an Wanderparkplätzen aufgestellt worden.

Das Wegenetz sei das größte in Baden-Württemberg und wahrscheinlich auch das größte in Deutschland mutmaßte Wolff. Bretten habe sich beim Aufbau der Netzes mit der Ausschilderung von drei Wegen beteiligt. Im Süden sei ein sogenannter Wanderdreiklang entstanden. Der „große Brettener Südweg“ stelle mit 15 Kilometern die längste Route dar und führe durch stille Wälder und offene Landschaften zu herrlichen Aussichten, die bis in die Pfalz und den Odenwald reichen.

Die Spitze der Wandergruppe übernahmen OB Martin Wolff und Bernd Lofink, der für die Kartierung der Wege gesorgt hatte.

Wolff selbst und die genau 53-köpfige Wandergruppe, die sich an der Saatschule mit ihm auf den Weg machten, begnügte sich mit dem „Kleinen Brettener Südweg. Die zwölf Kilometer führten westlich an Ruit vorbei durch das Burgwäldle und zurück zur Saatschule. Zwei Stunden später machte sich Michael Nöltner mit einer zweiten Gruppe auf die sechs Kilometer lange „Kleine Wanderung durch den großen Wald“.

Der OB machte darauf aufmerksam, dass der Aufbau der Wanderwege ohne Erich Hochberger und Bernd Lofink in dieser Form kaum möglich gewesen wäre. Beide seien die Strecken mehrfach abgelaufen, hätten die Standorte für die rund 250 Schilder und Wegeweiser definiert. Lofink setzte sich denn auch sofort zusammen mit Martin Wolff an die Spitze der ersten Gruppe und gab im Verlauf der Wanderung so manchen interessanten Hinweis.

Zum Start bliesen die Jagdhornbläser des Hegerings Bretten II

Der dürfte besonders von Uve Vollers interessierte aufgenommen worden sein. Der Büchiger Ortsvorsteher arbeitet derzeit intensiv am Aufbau eines eigenen Rundwanderwegs, der auf fünfzehn Stelltafeln Gedichte und Texte über Büchiger Landschaft, Traditionen und Originale enthalten soll. Voller Überzeugung habe er sich deshalb aber auch aus „gesamtstädtischem Interesse“ der Wanderung angeschlossen.

Dem Wandern ebenfalls sehr verpflichtet ist Annemarie Schnäbele. Sie führt immer wieder Diabetes-Wanderungen der Rechbergklinik und fand die Eröffnung „eine ganz wichtige Aktion und Klasse, dass die Wege so gut ausgeschildert wurden“. Sie bildeten ein niederschwelliges Angebot, das viele verlocken könne zur Bewegung. Das steht bei Conny Schweizer ohnehin immer auf de Tatesordung. Mit dem Rad war sie zum Ausgangspunkt gekommen und schloss sich mit ihren Nordic-Walking-Stöcken der VHS-Dozentin Gaby Winterfeld an, die mit einer separaten Gruppe eine Extra-Tour absolvierte.

Walzbachtal weiht ebenfalls neuen Weg ein

Auch in Walzbachtal machte sich Bürgermeister Karl-Heinz Burgey auf den Weg um den neuen Rundwanderweg Walzbachtal WB1 einzuweihen. Die Zahl der Interessierten veränderte sich stetig. Zu den geschätzten 100 Wanderern kamen an den Haltepunkten immer mehr dazu, einige beendeten den Rundweg schon früher.

Bei perfektem Wanderwetter konnte die Gruppe die Natur in Walzbachtal genießen. Der Rundwanderweg führte sie von der Fraueneiche am Ortsrand von Wössingen entlang, über den Lehrpfad am Mönchsbrunnen und über die Felder bis hin zur Maria-Hilf-Kapelle, die Sehenswürdigkeit auf diesem Wanderweg. An der Kapelle lud die Gemeinde Walzbachtal zu einer kleinen Pause mit Verpflegung ein. Weiter ging es über die B 293 den Heuberg hinauf, durch Jöhlingen hindurch, über den Bollenberg und über die Felder und Weinberge wieder zurück zur Fraueneiche.

Dort wartete das Fest am Grillplatz auf die Wanderer und viele Interessierte. In Zusammenarbeit mit dem Obst- und Gartenbauverein Jöhlingen entstand ein Fest für Groß und Klein. Nicht nur die Wandergruppe, auch viele andere kamen zum Fest auf den Grillplatz um bei Bratwurst, Kartoffelpuffer oder Kaffee und Kuchen die Natur und die Aussicht an diesem schönen Frühlingstag zu genießen. Jugendsozialarbeitern Julia Stahl hatte einige Angebote für die kleinen Besucher vorbereitet. Von Stockbrot am Lagerfeuer bis hin zu verschiedenen Spielen war für jeden etwas dabei.

Titelfoto: Gemeinde Walzbachtal

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