Header

Das große Fehlen


Bei der Podiumsdiskussion der Unternehmer mit den Kandidaten der Walzbachtaler Bürgermeisterwahl

Die erste Schlacht um den Walzbachtaler Bürgermeistersessel ist geschlagen. Wobei Schlacht der falsche Begriff ist. Vor vielleicht fünfzehn Besuchern blieb es beim Austausch von Nettigkeiten zwischen Siegfried Weber, Michael Paul, Jürgen Bereswill und Werner Kuhn. Scharfe Töne brachte lediglich Raimund Würtz mit seinen Statements aus den Besucherreihen ins Spiel.

Von vielen wurde anschließend geargwöhnt, er habe einen Stellvertreterkrieg geführt für seine Frau. Die nämlich hatte ihre Teilnahme zunächst von unerfüllbaren Bedingungen abhängig gemacht, dann kurz vor der Veranstaltung abgesagt. Ein klassischer Fehlstart, mit dem sie sich schon zum Start des Bürgermeisterrennens ins Aus geschossen haben dürfte.

Überhaupt, das Thema Fehlen: Es fehlte beispielsweise der FDP-Fraktionsvorsitzende Werner Schön. Damit war auch die Riege der eingeladenen Fraktionsvorsitzenden nicht komplett. Anders als die CDU, die Martin Sulzer als Ersatz geschickt hatte für den als Bürgermeisterkandidaten für diese Position ausscheidenden Michael Paul und seine urlaubende Stellvertreterin Jutta Belstler, wurde von der FDP kein Ersatz geschickt.

Und Silke Meyer machte gar auf eine weitaus wichtigere Abwesenheit aufmerksam. Der von der SPD unterstützte Bürgermeisterkandidat, der seine Kandidatur zwar schon angekündigt aber noch nicht abgegeben hat, wurde vermisst. Silke Meyer kommentierte das mit der bissigen Bemerkung: „Vielleicht sitzt der nächste Bürgermeister gar nicht auf dem Podium“. Vielleicht ist es aber auch eine Bürgermeisterin? Gerüchte sind im Umlauf, neben Iris Würtz würde eine weitere Frau am letzten möglichen Tag ihre Bewerbung abgeben.

Und  schließlich: Selbst in den Reihen der gastgebenden Unternehmen klafften Lücken. Besonders bemerkenswert, dass der zweite Walzbachtaler Großbetrieb, das Zementwerk, nicht vertreten war. Nicht nur deshalb blieben viele der bereit gestellten Stühle leer.

Und noch ein Fehlen wurde mehrfach beklagt, wenn das auch nicht eine Person ist oder war. Silke Meyer und Ernst Reichert wiesen gleich mehrfach darauf hin, wie sehr sie einen Gewerbeverein als Ansprechpartner vermissen. Sie verbanden diese Klage mit der Hoffnung, aus diesem Treffen und vielleicht folgenden, die PREFAG-Chef Jürgen Umhang versprach, könne sich eine neue Organisationsstruktur für das Walzbachtaler Gewerbe entwickeln, wie auch die immer aussehen möge.

„Irgendwie“ immer anwesend war hingegen der schmollende, amtierende Bürgermeister. Schließlich hatte Karl-Heinz Burgey mit seinem Schreiben an die PREFAG-Werksleitung für eine außergewöhnliche Schärfe im Vorfeld der Veranstaltung gesorgt (siehe den Artikel http://nadr.de/buergermeister-noch-saurer/ ). Völlig ungerechtfertigt in sein Kreuzfeuer geraten sah sich Jürgen Umhang und machte das auch gleich zu Beginn der Veranstaltung deutlich. Seine Rolle sei völlig fehleingeschätzt worden, meinte Umhang wollte dann aber keinen weiteren Kommentar mehr dazu abgeben um nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen.

Trackback von deiner Website.

Kommentieren

Home Footer Links