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Bürgermeistergrillen

Kinder erobern die Kommunalpolitik

In Walzbachtal tobt zurzeit der Bürgermeisterwahlkampf. Am Montagabend erhielt er eine neue Facette. Die Gemeinde lud die sechs noch ernsthaft verbliebenen Kandidaten zum Grillen in die Scheune des Jöhlinger Hofs. Geladen waren überdies – und das waren die Hauptpersonen des Abends – Jugendliche und Kinder aus der Gemeinde. Ein neues Format der kommunalpolitischen Arbeit wurde an diesem Abend aus der Taufe gehoben.

Eines, das der Jugend und den Kindern gewidmet war, den kommenden und nicht den aktuellen Wählern, wiewohl eine stattliche Zahl von Mamas und Papas ihren Nachwuchs in den Speyerer Hof begleiteten. Insgesamt füllten an die 140 Besucher die Scheune des Speyerer Hofs.

Entworfen worden war das neue Format von der Jugendsozialarbeiterin Julia Stahl in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung. Voller Begeisterung wurde es aufgenommen sowohl von den Kandidaten wie auch von den Besuchern, wie das vorweggenommene Resümee am Ende durchweg lautete. Felix, Lauritz und Isabella hatten sich dazu in der Moderation der Veranstaltung mächtig ins Zeug gelegt. Die drei Heidelberger Studenten gossen die von den offiziellen Vorstellungen sattsam bekannten Vorstellungsrituale in eine andere Form.

„Musik spielt in meinem Leben eine große Rolle“ – Iris Würtz greift zum Xylophon

Jeder Kandidat durfte sich ein auf der Bühne bereitliegendes Spielzeug greifen, an ihm seine Interessen aufzeigen und den Held seiner Kindheit outen. Das förderte überraschende, wenn auch für die Wahlentscheidung überaus unwesentliche Erkenntnisse zu Tage wie etwa die, dass Michael Paul für Mogli schwärmte, Jürgen Bereswill für Robin Hood („den Reichen wegnehmen“), Iris Würtz für den Pumuckl, Siegfried Weber für David („er zeigts den Gro0en“), Sascha Oehme für Pippi Langstrumpf und Timur Özcan für Superman. Ein paar Worte noch zur eigenen Person, mehr war nicht gestattet sonst bimmelte ein in den Zuhörerreihen platziertes Kind unerbittlich den Schlussgong für den Beitrag dazwischen.

Kinderfragen

Ein bisschen Information über die Aufgaben des Bürgermeistes musste natürlich auch sein. Denn selbst ein Bürgermeister „darf auch nicht gerade alles machen, was er will“, meinte Felix und griff zum großen Poster, auf dem die Aufgaben des Bürgermeistes und seine Grenzen beschrieben waren. „Können Sie das überhaupt?“ ging denn auch die erste von Lachern begleitete Frage an Michael Paul. Der konterte mit seinen vielfältigen Erfahrungen als Bürgermeisterstellvertreter: „Klar kann ich das.“ Da wurden dann auch die von den beiden „großen“ Kandidatenvorstellungen bekannten Themen abgehandelt wie etwa die Hortproblematik, der Straßenzustand oder der Umweltschutz.

Kinderfragen

Mit einem Positionsspiel kam dann noch mal richtig Leben ins Geschehen. Die Kinder durften die Bühne entern und zusammen mit den Kandidaten sich vor den großflächigen „Ja“- oder „Nein-Schildern“ positionieren. Selbstverständlich gab es dazu die Erklärung, warum man beispielsweise den Bolzplatz dem Schwimmbad vorziehe.

Ja oder Nein – Positionsspiel
Fahrrad oder Auto – da stand Jürgen Bereswill allein auf weiter Flur.

Die harten Nüsse geknackt, ging es ans Erholen. Der Jöhlinger Obst- und Gartenbauverein servierte zum Abschluss Bratwürste und Apfelschorle.

Julia Stahl unterstützte den Obstbauverein
Bürgermeistergrillen in Reih und Glied im inoffiziellen Teil mit Iris Würtz, Sascha Oehme, Jürgen Bereswill und Timur Özcan.

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