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Bretten bunt

Abwechslungsreiches Programm beim Festwochenende
Bretten feierte sich. Und wie! Im 1250. Jahr der ersten Erwähnung im Codex des Klosters Lorsch verwandelte sich der Bereich um das Rathaus in eine Festmeile ohnegleichen. Oder doch besser: ähnlich den Lagern während des Peter-und-Paul-Festes. Im Zentrum stand das große Festzelt, das auf dem Parkplatz am Seedamm aufgebaut worden war. Dort gab sich selbst Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Freitagabend die Ehre, nachdem er sich für die Herausforderung mit einem Besuch im wenige Meter entfernten „Lamm“ gestärkt hatte.

Der zeigte er sich gewachsen und vor allen Dingen wohl informiert nicht nur über eine wesentliche Episode der Brettener Geschichte. Die Brettener hätten durchaus schon mal schlechtere Erfahrungen gemacht mit jemandem der aus Stuttgart gekommen war, spielte der Regierungschef auf die schwäbische Belagerung Brettens im Jahr 1504 an. Er lobte die rührige Bürgerschaft mit einem abschließenden „Das Land Baden-Württemberg ist stolz auf Euch“!

Oberbürgermeister Martin Wolff, der den Ministerpräsidenten eingangs zum Eintrag in das goldene Buch der Stadt geführt hatte, nahm die Komplimente sichtlich stolz an der Spitze von knapp 900 Besuchern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entgegen. Danach entfaltete sich ein Programm, das dem Motto Jubiläums-Motto „Bretten is(s)t bunt“ mehr als gerecht wurde und optische wie musikalische Höhepunkte aneinanderreihte. Moderiert wurde der Abend von Tio Leo, der sich selbst an eine im Stil mittelalterlicher, gregorianischer Mönchsgesänge vorgetragenen Interpretation der Brettener Geburtsurkunde wagte. Klasse!

Für Buntheit sorgten der italienische Jongleuer Dustin und die drei ukrainischen Akrobatinnen Trio Bella sowie die vier „Speedos“. Die waren auch am Samstag und Sonntag auf den Gassen unterwegs und sorgten dort kräftig für Stimmung mit ihrer Spontanmusik. Fast unwirklich wurde es nach dem offiziellen Teil. Zu unhörbaren Klängen wurde vor der Bühne – mit SWR-DJs besetzt – kräftig gerockt. Das Geheimnis: Neonfarben blinkende Kopfhörer sorgten für den rhythmischen Untergrund. Die Farbe signalisierte, welches der drei zur Verfügung stehenden Programme die Tänzer sich ausgesucht hatten.

Das Motto setzten die Brettener den ganzen folgenden Samstag und Sonntag weiter um. An vielen Stellen gab es kulturelle Einsprengsel und für das „bunte Essen“ sorgte auf dem Viehmarkt ein sogenannter „Street Food Markt“.+


Fotos: Corinna Stein und Arnd Waidelich

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