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Betreuung wird teurer

Hortplätze müssen in Jöhlingen und Wössingen ausgebaut werden.

Der Andrang zur Hortbetreuung ist in Walzbachtal groß. Die Zahl der Betreuungsplätze entspricht derzeit nicht der Nachfrage. Deshalb fürchteten viele Eltern, sie könnten ihr Kind zum Schuljahreswechsel nicht im Wössinger oder Jöhlinger Hort unterbringen. Bürgermeister Karl-Heinz Burgey gab jetzt jedoch im Walzbachtaler Gemeinderat Entwarnung.

Die Zahl der Plätze könne so weit aufgestockt werden, dass jedes Kind einen Platz erhalten wird.

Es habe zwar ziemlich lange gedauert, bis eine Lösung sowohl für Jöhlingen wie auch für Wössingen gefunden werden konnte, berichtete der Bürgermeister. Die zwei Hortgruppen an der Grundschule Wössingen werden zum September 2019 fünf weitere Kinder aufnehmen müssen und deshalb um eine halb Gruppe aufgestockt. Das wird in den vorhandenen Räumen möglich sein bei einer´Aufstockung des Personalbestands um 0,35 Stellen.

Größer sind die Probleme in Jöhlingen. Dort gibt es derzeit drei Hortgruppen und zwei Gruppen für die Nachmittagsbetreuung. Den zehn Kindern die zum Schuljahreswechsel den Hort verlassen stehen 29 Neuanmeldungen gegenüber. Das kann nur mit einer weiteren Gruppe abgefangen werden mit einer Aufstockung des Personals um 0,7 Stellen. In Jöhlingen werden dann 120 Kinder in sechs Gruppen betreut. Hundert davon werden ein tägliches Mittagessen einnehmen. Auch in Jöhlingen ist die Betreuung noch in den vorhandenen Räumen möglich.

Die Betonung liegt hierbei auf dem „noch“, denn Karl-Heinz Burgey geht davon aus, dass die Zahlen weiter steigen werden. Er prognostizierte, dass sich der Gemeinderat spätestens zum Jahreswechsel erneut mit dem Thema beschäftigen werden muss. Mit der Hortbetreuung in pädagogisch hoher Qualität komme die Gemeinde „in finanzielle Regionen, wo wir schon überlegen sollten, ob wir das schultern können“. Dies umso mehr als die Hortbetreuung eine Freiwilligkeitsleistung der Gemeinde sei und sie sich das überlegen sollte angesichts der Tatsache, dass das Landratsamt schon mahnend den Finger erhoben habe zur Haushaltssituation der Gemeinde. Der Hortbetrieb an den beiden Standorten könne nur mit hohem finanziellem Zuschuss der Gemeinde geleistet werden; dieser Zuschuss könne nicht weiter gesteigert werden.

Die Eltern werden ihren Preis bezahlen müssen für das verbesserte Angebot. Die Elternentgelte werden deshalb zum 1. September um durchschnittlich neun Prozent erhöht werden. Das Fand einstimmig die Billigung des Gemeinderats. Michael Paul wies darauf hin, dass man das Thema weite Plätze in der Hortbetreuung frühzeitig angehen solle. Silke Meyer empfand es als  einen Akt der Solidarität, dass die neuen Plätze von den Eltern durch erhöhte Entgelte finanziert werden.

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Kommentare (2)

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    Nachbar

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    Als Antwort auf: Betreuung wird teurer
    Warum reden da eigentlich immer alle von freiwillig? In § 24 Sozialgesetzbuch VIII Anspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege stehen 3 Absätze über die Förderung in der KiTa und dann:
    Zitat Absatz 4:
    (4) Für Kinder im schulpflichtigen Alter ist ein bedarfsgerechtes Angebot in Tageseinrichtungen vorzuhalten. Absatz 1 Satz 3 und Absatz 3 Satz 3 gelten entsprechend.
    Und wenn man bei der Hort-Quote immer sagt, dass man kein Geld hat, dann hilft die Einrichtung einer Ganztagsschule, dann bezahlt das Land den größten Teil der Nachmittagsbetreuung. Wenn man das nicht möchte (was ich verstehe), sollte man aber auch nicht immer über die Ausgaben weinen.

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    Lars

    |

    Als Antwort auf: Betreuung wird teurer
    Das ist die Rhetorik der Gemeinde. Immer mit einer Freiwilligkeit zu argumentieren, die nach genaueren Studium der Gesetzgebung eben gar keine ist, sondern die ganz simple Verpflichtung der Gemeinde. Alle Eltern sollten Ihren Anspruch mit Nachdruck rechtlich durchsetzen, mal schauen, ob die Gemeinde Lust hat dauernd auf Prozesskosten sitzen zu bleiben, denn Sie erfüllt bei weitem nicht die gesetzlich geschuldete Betreuung. Da dies aber bei den Zuständigen im Rathaus noch immer nicht angekommen ist, hilft nur eine höchstrichterliche Erklärung, was denn mit den Paragraphen im Sozialgesetzbuch gemeint ist.

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