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„Balduff“ gezogen

Abschluss des Peter und Paul Festes
„Balduff“ hat während der samstäglichen Schlacht am Simmelturm ihr Pulver verschossen und spätestens am Montagabend ausgedient. Die größte Kanone der beim neuen Rathaus beheimateten Brettener Artillerie ist dann in den Passivzustand übergegangen. Das kulminiert in dem Kanonenziehen in der unteren Kirchgasse. Das 1,3 Tonnen schwere Ungetüm wird zum Objekt eines Wettbewerbs. Zum zehnten Mal schon galt es für Paare, den Koloss über genau 1504 Zentimeter zu ziehen und danach so schnell wie möglich bei Zeitnehmer Uwe Pfahler abzustoppen.

Vorsitzender Markus Höger (mit weißer Haube) und Christopher Retzsch

Das geschieht natürlich in aller Öffentlichkeit. Rings um die Walstatt versammelte sich viel gewandetes Volk auf dem angrenzenden Rathausmäuerchen, auf der Kirchentreppe und hinter den Sicherheitsabsperrungen. Das Publikum sparte nicht mit Applaus. Besonders die Damenmannschaften wurden leidenschaftlich angefeuert und am Schluss mit einem „Jubel“ bedankt.

Sascha Mohr und Lenny Kalle

Nach dem „Probe-Pull“ von Christopher Retsch und dem ersten Vorsitzenden der Artillerie Markus Höger legten zunächst Jan-Eric Faller und Christpher Altmeyer die Messlatte mit 11,38 Sekunden recht hoch. Zum Sieg reichte es mit dieser Zeit aber nicht. Den riesigen Wanderpokal durften ausgerechnet die „Trossweiber“ Jannick Strüven und Tino Werner für 10,94 Sekunden mit nach Hause nehmen. Ihr Name war andererseits Beweis, dass die Paare es damit alles andere als erst meinten. „Die nackte Kanone“ trat ebenso an wie die „Ringelsöckchen“.

Ridiculus Artifex in der Bessergasse

Vom Kanonenziehen musste man an diesem Abend nicht unbedingt auf den Marktplatz abwandern, wo „Groove Incorporation“ für Stimmung sorgten. In den kleinen Gassen gaben am Montagabend nach dem Abwandern der Profis die lokalen Akteure den Ton an. Eine dieser Stellen war die Bessergase. Die ganze Vielfalt von Musik, Akrobatik, Zauberei und Theater war dort zu sehen. Den Anfang machten die „Tambouri Carini“ die mit Trommelwirbeln von der Friedrichstraße aus kommend einzogen, gefolgt von den jungen Zauberkünstlern des „Ridiculus Artifex“, den Puppenpielern „Burattini“, den „Grambohlern“ mit einer Mischung aus Theater und Musik. Die „Eggefeger“ und „Saitenschrey“ machten den Abschluss vor den rund 200 begeisterten Zuschauern, die sich zwischendurch bei rustikalen Leberwurst- und Schmalzbroten in der „Schänke der Komödianten“ stärken konnten.

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