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Aus Wössingen nach Europa

Zementwerkmanager macht Karriere
Ein gewaltiger Karrieresprung ist Tino Villano gelungen. Der Leiter Umwelt, Genehmigung und Öffentlichkeitsarbeit im Wössinger Zementwerk und bei Opterra Deutschland für die Arbeitssicherheit zuständig wurde vom Mutterkonzern Cement Roadstone Holding (CRH) zum Umwelt-Manager für den Bereich Europa bestellt. Diese Position wurde extra für ihn geschaffen. Das sei ein Beweis dafür, wie stark der Konzern das Thema Umwelt ernst nehme und vorantreibe, sagt Villano. Nachhaltigkeit steht bei ihm ganz vorn und das könnte bei 27.000 Mitarbeitern in 1250 Standorten in Europa gewaltige Auswirkungen zeitigen. Eines seiner Rezepte: Die Verbreiterung von umweltpolitischen Erfolgen durch die Vernetzung von Best Practise Vorbildern im Konzern. Er will einen einheitlichen Methodenstandard durchsetzen, der geprägt sei von seinen bisherigen Erfolgen auf diesem Gebiet.

Davon habe er einige vorzuweise. Während seiner zehnjährigen Tätigkeit in Wössingen sei beispielsweise das erste Zementwerk bundesweit entstanden, das die Quecksilber-Emission durch Kohlenstaub-Eindüsung deutlich unter die vorgeschriebenen Grenzwerte gesenkt habe. Der Quecksilbergrenzwert sei der schärfste in der deutschen und europäischen Zementindustrie. Das Werk habe damit ebenso ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland erworben wie mit der ersten Anlage in Deutschland, mit der nach seinen Angaben der neue NOX-Grenzwert, der ab 2019 gilt, schon heute eingehalten werden kann. Weitere Beispiele sind für ihn die Installation der größten baden-württembergischen Photovoltaik-Anlage, die Einrichtung des Naturlehrpfads und Werksführungen, bei denen er persönlich rund 5000 Besuchern Informationen über die Zementproduktion habe vermitteln können.

Den bisherigen Umweltleiter und Öffentlichkeitsarbeiter kennt man mittlerweile in Wössingen nicht nur als eine der einflussreichsten Personen der Wirtschaft, sondern auch als einen der sich in den und für die Vereine engagiert. Dabei wird es bleiben, wie er versichert. Große Teile seiner Arbeit wird er weiterhin von Wössingen aus verrichten und wird sich auch weiter als Ansprechpartner für Probleme und Anliegen der Anwohner rund um das Wössinger Werk verstehen.

Seine Erfahrungen gibt Tino Villano schon seit neun Jahren weiter als Dozent für Abfallwirtschaft an der Fernuniversität Hagen. Überdies leitet er seit eineinhalb Jahren den Ausschuss für Umwelt und Rohstoffpolitik im Industrieverband Stein und Erden Baden-Württemberg. Eine kuriose berufliche Wendung übrigens, denn nach seinem Studium der Umweltwissenschaften war Tino Villano zunächst selbst in der Stadtverwaltung Leverkusen für die Genehmigung von Industrieanträgen zuständig.

Um seine Nachfolge muss man nicht bange sein. Sie ist bereits geregelt. Der bisherige Steinbruchkoordinator Jörg Heimburg wird in seine großen Fußstapfen treten. Der österreichische Bergbauingenieur werde die Tradition der Werkführungen ebenso fortsetzen wie die Vorstellung der Emissionsberichte im Gemeinderat und die Veröffentlichung der Firmenzeitschrift „Dialog“. Gemeinsam werde man weiter daran arbeiten, dass die Umweltleistung des Wössinger Zementwerks verbessert wird.

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Kommentare (1)

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    Kraichgauer

    |

    Als Antwort auf: Aus Wössingen nach Europa
    Hui, Herr Arnd. Das wär mir jetzt glatt als Opterra press release durchgegangen, hätte ich nicht extra nochmal nachgeschaut: Geschrieben von Waidelich Arnd am 22. Februar. Der Fastnacht-Zwergenaufstand wird doch nicht am Ende an den Fundamenten gerüttelt haben? 🙂
    Ansonsten: | Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube | Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind
    Wir haben die Botschaft vernommen. Wer bei einer shareholder value-oriented company („Group’s strategy: Maximising performance and returns in our business“, Konzernumsatz 27.1 Milliarden € in 2016) so eine Karriere hinlegt, ist sicherlich ein tüchtiger Mann. Jedoch, bei aller Euphorie, wie sagt der Volksmund: Wer mit den Wölfen essen will, muss mit den Wölfen heulen.

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