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Anstrengender Frieden

Nicht alle Pacemaker-Radfahrer schafften Hitzestrecke
Bretten versteht sich als Teil einer internationalen Friedensbewegung. Als „Mayor for Peace“ hat sich Martin Wolff bei den Bürgermeistern eingereiht, die sich weltweit für die Abschaffung von Atomwaffen einsetzen. Da ist es selbstverständlich, dass er die Schirmherrschaft übernommen hat für die Friedensfahrt, mit der 145 Teilnehmer dieses Mal ihr sportliches und politisches Engagement mit dem Appell an die Bundesregierung verbinden wollten, sich dem im Juli verabschiedeten Vertrag der Vereinten Nationen über die Abschaffung von Atomwaffen anzuschließen.

Bereits im Morgengrauen hatten sich die 145 Fahrer unter Polizeibegleitung auf den 335 Kilometer langen Rundkurs mit der Spitze im Atomwaffenlagerort Büchel gemacht. Kein leichtes Unterfangen an einem Tag, der mit 35 Grad im Schatten den Friedensaktivisten alles abforderte. Zwanzig waren den Strapazen nicht gewachsen, gaben unterwegs auf und kehrten völlig erschöpft im „Besenwagen“ zurück. Die restliche Truppe musste der Hitze mit einer Ankunftszeit Tribut zollen, die weit jenseits der Planungen lag.

Auf dem Marktplatz gab es reichlich Gelegenheit, sich zu erholen. Bärbel Eickmeier, Julia Reich, Anita Schad und Margit Stoll-Münchinger hatten tüchtig Rote Bete-Brote geschmiert und hielten andere Köstlichkeiten zur Wiederherstellung der Kräfte und isotonische Getränke zur Auffüllung des Flüssigkeitsspeichers bereit. So mancher machte sich aber auf, um sich im Alten Rathaus an einem kühlen Hefeweizen zu laben.

Martin Wolff begrüßte die Teilnehmer bei der Einfahrt der Pacemakers bei der Friedensfahrt auf den Martplatz

Begrüßt wurden die Fahrer von Schirmherr Martin Wolff mit Einbruch der Dunkelheit weit nach der anvisierten Zeit auf dem Brettener Marktplatz. Er habe höchsten Respekt vor der Leistung der Radfahrer, die nach 335 anstrengenden Kilometern in Bretten ankamen, meinte der Oberbürgermeister. Nicht weniger zufrieden war Organisator Roland Blach. Der Landesgeschäftsführer der DFG-VK Baden Württemberg kündigte an, dass die Pacemaker Friedensfahrt auch 2019 stattfinden werde.

Volker Behrens hatte kurz vor Ankunft der Fahrer auf die Hintergründe der Friedensfahrt hingewiesen, auf die amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima am 6. August und Nagasaki am 9. August 1945. In einem sehr detaillierten Rückblick schilderte er den Ablauf und dessen Folgen, die bis heute andauern. Solche Waffen gebe es nach wie vor auch in Deutschland. Die Atomwaffen seien keine Historie, sondern bittere Realität, meinte der Brettener Friedensaktivist und forderte zum Engagement dagegen auf.

Einfahrt der Pacemakers bei der Friedensfahrt auf den Martplatz

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