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Computeranimiertes Bild einer Vollbahn, wie sie zukünftig zwischen Heilbronn - Bretten und Karlsruhe fahren könnte (Bildnachweis: Tricon AG)

Änderungen auf der S4 Stündliche Regionalbahn / Umsetzung zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 vorgesehen / Bürgermeister entlang der Strecke konferieren

Stündliche Regionalbahn / Umsetzung zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 vorgesehen / Bürgermeister entlang der Strecke konferieren
(PM lra) Das Land Baden-Württemberg als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr beabsichtigt ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2022 die Schienenverkehre in der Region Karlsruhe teilweise neu zu strukturieren. Hiervon betroffen ist auch die Stadtbahnlinie S4 von Karlsruhe über Bretten nach Heilbronn. Um möglichst frühzeitig über die anstehenden Veränderungen und deren möglichen Auswirkungen aus erster Hand informiert zu werden, haben Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Oberbürgermeister Martin Wolff gemeinsam mit einem Vertreter der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH (NVBW), die im Auftrag des Landes Baden-Württemberg für die landesweite Fahrplanerstellung zuständig ist, im Rathaus in Bretten die Situation eingehend erörtert. An dem Gespräch nahmen auch die Bürgermeister Thomas Nowitzki, Oberderdingen, Karl-Heinz Burgey, Walzbachtal, sowie Brettens Bürgermeister Michael Nöltner teil.

Herr Markus Kempf (NVBW) informierte in diesem Gespräch darüber, dass ab dem Jahr 2022 vorgesehen ist, eine stündlich verkehrende Regionalbahnverbindung zwischen Heilbronn und Karlsruhe Hauptbahnhof einzurichten. Diese neue Linie soll alle Gemeinden entlang der Strecke bedienen und einen Anschluss an das überregionale Schienenangebot sicherstellen. Die Fahrzeit von Bretten zum Karlsruher Hauptbahnhof wird sich bei diesen Fahrten voraussichtlich um rund 15 Minuten verringern. Eine Zeitersparnis ergibt sich damit auch für Fahrgäste, die ab Karlsruhe weiter reisen, so reduziert sich beispielsweise auch die Fahrzeit nach Freiburg.

Neben der Zeitersparnis profitieren die Fahrgäste, die diese Verbindungen nutzen, von höheren Kapazitäten und einem besseren Fahrkomfort der neuen Vollbahnen. Dies kommt insbesondere mobilitätseingeschränkten Personen zu Gute. Für Kinderwagen, Gepäck oder Fahrräder bieten die Bahnen mehr Platz. Welches Unternehmen diese Verkehrsleistung zukünftig wahrnehmen wird, wird im Rahmen einer landesweiten Ausschreibung ermittelt. Daneben wird es selbstverständlich auch weiterhin Fahrten in die Karlsruher Innenstadt geben, die wie bisher von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) gefahren werden.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel stellt klar, dass niemand ein Interesse daran hat, die Verkehre gegenüber dem Status Quo zu verschlechtern, „Es werden ausreichend Fahrten in die Karlsruher Innenstadt erhalten bleiben. Diese nutzen vor allem Berufspendler und Menschen, die in Karlsruhe einkaufen oder die Freizeit verbringen“, so der Landrat.

Über die konkrete Ausgestaltung der ab dem Jahr 2022 geltenden Fahrpläne wird der Landkreis nun intensive Gespräche führen. Sicher ist bereits heute, dass mindestens zwei Fahrten stündlich direkt in die Karlsruher Innenstadt geführt werden. Auch wird es darum gehen, weitere sogenannte bedarfsgerechte Verstärkerfahrten für Berufspendler anzubieten. Die nun geplanten zusätzlichen stündlichen Schnellverbindungen zum Hauptbahnhof sieht Landrat Dr. Christoph Schnaudigel positiv, „hiervon verspreche ich mir insbesondere Vorteile für Personen, die vom Hauptbahnhof zur ihrer Arbeitsstelle außerhalb von Karlsruhe weiterfahren.“

Die Stadtverwaltung Bretten verweist mit Blick auf die Bedeutung als Schulstandort auf die Zentrumsfunktion der Stadt für die Region. Oberbürgermeister Martin Wolff betont nachdrücklich, dass „die Belange der Schüler und Arbeitspendler auf jeden Fall mit berücksichtigt werden müssen.“ Der Landkreis und die Stadt Bretten sind sich dabei einig, dass wir nicht nur den Status Quo erhalten, sondern dort wo es notwendig ist, das Angebot im ÖPNV bedarfsgerecht weiter ausbauen wollen, so der Landrat und der Oberbürgermeister.

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Kommentare (4)

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    Stephan

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    Als Antwort auf: Änderungen auf der S4
    Wird dann die RB in Zukunft an allen Eilzughalten dennoch stoppen und nur von Durlach quer zum HBF fahren? Dann kämen die 15 Minuten Ersparnis ganz gut hin.

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      bauigel

      |

      Als Antwort auf: Änderungen auf der S4

      Wenn sie in Jöhlingen West halten soll, aber nur auf dem Papier…
      Wenn die RB kein Zweisystemwagen ist (und genau deshalb trennt man sie ja aus dem Vertrag), darf die in Richtung Karlsruhe erst dann über den Bahnübergang fahren, wenn der Gegenzug am Bahnsteig steht. Sobald der Verspätung hat (und das ist ja nicht ganz unwahrscheinlich), wartet sie nicht am Bahnsteig, sondern 50 m davor – und darf erst dann zum Ein- und Aussteigen an den Bahnsteig fahren. Am Bahnsteig auf den Gegenzug aus Karlsruhe warten geht nur mit Straßenbahnsicherungstechnik (und Fahrzeugen, deren Bremsverzögerung die Vorgaben für Straßenbahnen einhält – und nicht die deutlich geringeren Mindestanforderungen für Eisenbahnen) – also de facto nur mit Sonderanfertigungen. Das dürfte nicht billiger sein, als gleich die AVG weiterfahren zu lassen; es werden also voraussichtlich Standardfahrzeuge kommen, womit 3 Varianten bleiben:
      1. Hoffen, dass es trotzdem klappt.
      2. Fahrplanlage ändern, auf die Gefahr, dass es dann in Grötzingen oder Bretten knirscht.
      3. RB-Halt von Jöhlingen West nach Jöhlingen Bahnhof legen, in der Hoffnung, dass das als Puffer reicht.
      In den Fällen 1 und 2 sind die 15 Minuten in der Realität kaum erreichbar, im Fall 3 bei der derzeitigen Pünktlichkeit auch nur in Ausnahmefällen…

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    Martin Habel

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    Als Antwort auf: Änderungen auf der S4
    Sicherlich macht eine stündliche direkte Anbindung an den Hauptbahnhof Sinn, auch wenn sich die Pendler, mich eingeschlossen, umgewöhnen müssen. Allerdings bleibt ein „Geschmäckle“: Die Kombilösung wurde damit „verkauft“, dass man möglichst viele Bahnen direkt in die Stadt bekommen will. Jetzt schwenkt man mit einigen Bahnen doch, sinnvollerweise, Richtung Hauptbahnhof.

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    Harald Kann

    |

    Als Antwort auf: Änderungen auf der S4
    Das war schon fast vorhersehbar. Bis 2022 braucht man bei diesen Bahnen keinen Triebfahrzeugführer mehr. Die fahren ja dann nicht mehr durch die Innenstädte und Fußgängerzonen. Alle reden von selbst fahrenden Autos, LOL. Bevor das kommt, fahren die Züge schon führerlos. Ob das allerdings erstrebenswert ist, ist eine andere Frage.

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