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Abschied mit Tränen

Letzter Auftritt der scheidenden Walzbachtaler SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Anette Sorg
Zu einem Abschied mit Tränen wurde der letzte Auftritt der erst vor kurzem aus der Partei ausgetretenen, ehemaligen SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Anette Sorg im Rahmen einer Mitgliederversammlung im Wössinger „Gutshof“. Als Werner Parsch in einer kurzen Hommage Anette Sorg als einen Glücksfall für den Ortsverein und politisches Schwergewicht charakterisiert hatte und die stellvertretende Vorsitzende Karin Herlan mit einem fetten Blumenstrauß zum Dankeschön antrat, da rollten nicht nur bei Anette Sorg die Tränen.
Eine Lobeshymne, der sie bereits zuvor mit Superlativen an die Adresse der Ortsvereinsmitglieder zuvorgekommen war. Nahezu zehn Jahre sei sie dem „besten SPD-Ortsverein mindestens in Baden-Württemberg wenn nicht in Deutschland“ vorgestanden. Dass sie die SPD verlassen habe, habe nichts mit dem Ortsverein zu tun. Im Gegenteil habe sie gerade wegen ihm sehr lang große Meinungsverschiedenheit mit dem Kurs des Bundesvorstandes ertragen.
In umso schärferem Kontrast stand ihre Abrechnung mit diesem Parteivorstand. Aus einer ehemaligen Friedens- sei eine Kriegspartei geworden. Der kleine Parteitag, der TTIP zugestimmt habe, habe sich von Siegmar Gabriel „einseifen lassen“. Das sei der Tropfen gewesen, der für sie das Fass zum Überlaufen und sie zum Austritt gebracht habe. In dieser Entscheidung sehe sie sich seither schon mehrfach bestätigt. Sie sehe keine Möglichkeit mehr, „in dieser Partei etwas zum Besseren zu bewegen“.
Die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Karin Herlan und Silke Meyer zeigten sich ebenso wie die Mitglieder von der Entscheidung betroffen. Dies umso mehr als im nächsten Frühjahr Neuwahlen anstehen und die Zahl der Kandidaten für das Amt des Ortsvereinsvorsitzes bisher recht übersichtlich ist. Silke Meyer und Karin Herlan betonten, dass sie das Amt bis dahin nur kommissarisch übernehmen werden.

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