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Krimi-Welle in Oberderdingen

Revierleiter stellt Polizeibericht vor
Einem Wellental gleicht die Kriminalstatistik für die Gemeinde Oberderdingen. Konnte der Leiter des Polizeireviers Bretten dem Oberderdinger Gemeinderat noch im letzten Jahr Entwarnung geben, so weist die 2016er Kurve wieder nach oben mit einer Steigerung von 16,7 Prozent und insgesamt 322 Delikten (1915: 276). Bernhard Brenner erachtete diese Steigerung aber deshalb als nicht bedenklich, weil es solche Schwankungen in den letzten Jahren öfter gab. Im Landesvergleich belege Oberderdingen mit den gegenwärtigen Zahlen einen Spitzenplatz. Das stelle der Polizeiarbeit im Revier und im Posten ein gutes Zeugnis aus, auch wenn der Anstieg über dem Landkreis (+6,9 Prozent) und dem Revier (+3,7 Prozent) liege. „In unserem Bereich ist die Welt noch in Ordnung, zumal die Aufklärungsquote von 58,7 auf 59,9 Prozent gestiegen sei.

Deutlich fällt auch der Anstieg der Straßenkrimininalität um 35,9 Prozent (53 statt 39 Fälle) aus und ist nach einem sehr guten 2015 jetzt wieder im Mittelmaß. Die Raubdelikte gingen hingegen von fünf auf zwei zurück. Ein deutliches Plus von 47 auf 74 Fällen oder 57,4 Prozent gab es bei den einfachen Diebstählen. Abwärts ging es mit minus 10 Prozent bei den schweren Diebstählen und den Wohnungseinbrüchen mit minus 25 Prozent (9 statt 12 Fälle). Darüber freute sich Brenner besonders, denn die Auswirkungen bei den Einbruchopfern seien mitunter beträchtlich. <

Relative Konstanz zeigte sich bei den Sachbeschädigungen (35 Fälle), den Sexualdelikten (3 Fälle) und der Jugendkriminalität. Postenleiter Christian Wäckerle berichtet von einem aktuellen Fall einer Sachbeschädigungsserie aus dem Jahr 2017, die für starke Beunruhigung in der Bevölkerung gesorgt hatte. Es sei gelungen, den Täter in einer psychiatrischen Anstalt unterzubringen. Bei den gefährlichen (+50%) wie den einfachen Körperverletzungen (+26,3%) dann wieder ein Aufwärtstrend. Noch deutlicher die Rauschgiftdelikte, die von sechs auf zwölf zunahmen.

Mit 220 Verkehrsunfällen habe man 2016 leider ein Allzeithoch verzeichnen müssen. Obwohl also die Gesamtzahl der Unfälle steige, nehme die Zahl der Schwerverletzten ab. Tote habe man in Oberderdingen 2016 nicht beklagen müssen, vier allerdings im ganzen Revier. Die schmerzten allerdings sehr: „Das ist eine harte Nummer für uns“, meinte er. Das verpflichte zu sehr intensiven Verkehrssicherungsmaßnahmen. Das Telefonieren mit Smartphones sei deshalb stärker ins Visier der überwachenden Beamten geraten: „Unser Ziel ist es, die Zahl der schweren Unfälle zu verringern.“ Bürgermeister Thomas Nowitzki bedankte sich für die positive Bilanz mit einem „Die Welt ist in unserem Bereich noch in Ordnung.“

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