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500.000 +

Walzbachtaler Rathaus wird 8,6 Prozent teurer
Das neue Walzbachtaler Rathaus wird brutto rund 7,5 Millionen Euro kosten. Diese Bilanz stellten Architekt Afshin Arabzadeh und sein Kollege und örtliche Bauleiter Peter Blumberg dem Walzbachtaler Gemeinderat vor. Die ursprüngliche Kostenberechnung vom 31.7.2014 war von 6,95 Millionen Euro ausgegangen. Die Überschreitung um 500.00 Euro oder 8,6 Prozent sorgte selbstverständlich für Diskussionen.

Als Kostentreiber hätten sich insbesondere der Fensterbau, die Ausführung der Büroleuchten in LED-Form (plus 32.000 Euro), die Klinkerfassade (plus 81.000 Euro) und Nachträge im Elektrobereich (plus 15.000 Euro) erwiesen. Die starke Auslastung des Baugewerbes hätte dazu geführt, dass manche Gewerke erheblich höhere Kosten als die angesetzten erbracht hätten. Ein riesiges Problem sei es beispielsweise gewesen, im Bereich der Klinkerfassade überhaupt ein Angebot zu bekommen. Der Engpass sei von den Firmen „gnadenlos ausgenutzt worden. Wir sind in Zeiten, in denen die Preise einfach davonschießen“, meinte Peter Blumberg.

Arbeiten am Vorplatz des neuen Rathauses. Als Preistreiber hat sich die Klinkerfassade rechts vom Rathaus erwiesen.



Er wie auch Arafshin Arabzadeh verteidigten die Mehrkosten offensiv. Der Architekt versuchte, die Überschreitung von 8,3 Prozent mit einem anderen Ausgangszeitpunkt und eine „bereinigte Kostenberechnung“ herunterzurechnen auf „eigentlich nur 3,x Prozent“ und appellierte, die geleistete Arbeit nicht schlecht zu reden. Angesichts der Komplexität der Aufgabe seien die 8,3 Prozent ein recht gutes Ergebnis. Das sei nur aufgrund vielfältiger Reduzierungen gelungen, die aber keine starke Minderung der Qualität mit sich gebracht hätten, betonte Blumberg.

Auf die Arabzadeh`schen 3 Prozent wollte sich SPD-Fraktionssprecherin Silke Meyer nicht einlassen. „Ich gehe von 8 Prozent aus. Das ist für mich wichtig“, lehnte sie diese Kalkulation ab, zeigte sich aber gleichzeitig zufrieden, „dass es Gott sei Dank nur acht Prozent geworden sind“. Nur deshalb sei es bei den acht Prozent geblieben, weil Gemeinderat, Verwaltung und Architekt immer wieder nach kostengünstigeren Lösungen geschaut hätten. Darauf wies auch der Bürgermeister hin („Wenn nicht von beiden Seiten intensiv dran gearbeitet worden wäre, hätten wir hier ganz andere Zahlen stehen.“).

Während die Kosten also festgeklopft scheinen, gibt es bei den Abschlussarbeiten vor dem Rathaus noch ein banges Zittern. Der von den Firmen avisierte Fertigstellungstermin rückt immer näher an den Tag der offenen Tür heran, bei dem Karl-Heinz Burgey am 17. Dezember der Bevölkerung das neue Rathaus präsentieren will. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liege ihm ein Fertigstellungstermin am 15. Dezember vor, also erst zwei Tage vor dem Tag der der offenen Tür, berichtete der Bürgermeister mit deutlich vernehmbarem Bangen in der Stimme. Es müsse alles Erdenkliche unternommen werden, dass der Termin gehalten wird. Es dürfe auch keinen Frost geben. Den Bürgermeister versuchte Peter Blumberg mit einem „Das kriegen wir hin“ zu beruhigen. In seinem Bauzeitenplan ist die Fertigstellung der Klinkerfassade zum Nachbarn hin auf den 8. Dezember vorgesehen. Die Bauarbeiten seien jetzt auf der Zielgeraden.

Dermaßen eingestimmt freute sich Jutta Belstler „schon richtig auf den neuen Gemeinderatssaal“ und zeigte sich davon überzeugt, dass das Gebäude der Bevölkerung gut gefallen werde. Karl-Heinz Burgey setzte einen Superlativ obendrauf. Das neue Rathaus sei „ein richtiger Quantensprung“ und sehe nicht nur gut aus. Die besucherorientierten Verbesserungen im Haus seien ganz deutlich.

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Kommentare (1)

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    Waidelich Arnd

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    Ein Kommentar zu: 500.000 +
    Ein „Erdenbürger“ hat einen recht rabiaten Kommentar zu diesem Artikel eingesandt. Ich werde diesen Kommentar nur unter Nennung des Namens freischalten. Also los, nur Mut, präsentieren Sie sich als wahrer Erdenbürger!

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