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Sensationelles Wahlergebnis bei der OB-Wahl in Bretten

Mit einer Sensation endete die Oberbürgermeisterwahl in Bretten. Mit nur zwei Stimmen Vorsprung verteidigte Amtsinhaber Martin Wolff seinen Sessel gegenüber dem Herausforderer und Ruiter Ortsvorsteher Aaron Treut. In Zahlen bedeutet das 35,99 Prozent (4151 Stimmen) für Wolff gegenüber 35,98 Prozent (4149 Stimmen) für Treut. Ein Vorsprung von 0,01 Prozent.

„Hast du verstanden Mama? Zwei Stimmen nur!“ signalisiert der Sohn aus der zweiten Reihe.

Ein Unterschied im Promillebereich wie ihn kein Wahlbeobachter jemals registriert hat. Die Wahlbeteiligung lag mit 50,6 Prozent nur wenig über der aus dem ersten Wahlgang. Als Zünglein an der Waage erwies sich Andreas Leiling. Der Drittplatzierte entschied mit seinen 3228 Stimmen oder 27,99 Prozent die Wahl.

Die Auszählung verfolgten an die 500 Besucher im Brettener Rathaus. Die Spannung unter ihnen stieg ins nahezu Unerträgliche als Bürgermeister Michael Nöltner, der als Wahlleiter fungierte, die Übertragung auf die Großbildschirme im großen Saal des Rathauses unterbrach, als 27 von 30 Wahlbezirken ausgezählt waren. Zu diesem Zeitpunkt lag Aaron Treut, gerade war das Ergebnis aus Ruit aufgelaufen, mit 10 Stimmen vor Martin Wolff. Erst mit den letzten beiden Wahlbezirken konnte sich Wolff den 2-Stimmen-Vorsprung verschaffen.

Mit diesen Zahlen war für den Wahlleiter längst noch nicht alles in trockenen Tüchern. Er misstraute dem Ergebnis und ließ zuerst noch einmal die 47 ungültigen Stimmen nachzählen und spannte Kandidaten und Wähler auf die Folter. Selbst mit der Bekanntgabe des vorläufigen amtlichen Ergebnisses eine Stunde später um 19:53 Uhr wollte Michael Nöltner dem Sieger noch nicht gratulieren: „Das ist mir zu heiß“, meinte er und bat um Geduld bis zur Bekanntgabe des endgültigen amtlichen Endergebnis am heutigen Montagabend um 17 Uhr. Selbst der Sieger kommentierte das Ergebnis deshalb zunächst noch sehr zurückhaltend und sprach von einem „Photofinish“. Auch das gebührende Ständchen für den Wahlsieger fiel aus. Die vollzählig angetretenen Kraichgauer Jagdhornbläser Hegering II Bretten mussten ihre Instrumente wieder unverrichteter Dinge ebenso einpacken wie der Fanfarenzug.

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