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Marktplatzböller? No go!

Fachwerkhäuser gibt es in fast jedem Ort. Für Bretten gilt das mit dem Marktplatz ganz besonders. Die schöne Optik ist nach Auffassung des Gesetzgebers an Silvester gefährdet. Ein fehlgeleiteter Feuerwerkskörper fände darin reichlich Nahrung. Die Gefährdung wurde 2009 in die Verordnung zum Sprengstoffgesetz aufgenommen und mit mahnendem Zeigefinger versehen: Iin der Nähe von Fachwerkhäusern darf in der Silvesternacht kein Feuerwerk mehr gezündet werden. Das gleiche gilt für die unmittelbare Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheime. Auf diese Gesetzesauflage, macht das Ordnungsamt der Stadt Bretten aufmerksam und ergänzt: „Mit stichprobenartigen Kontrollen muss gerechnet werden.“
Wer diese stichprobenartigen Kontrollen durchführen soll, erklärt das Ordnungsamt nicht. Das Brettener Polizeirevier fühlt sich dafür nicht verantwortlich. Es hat an diesem Abend andere Sorgen. Die Sicherheitslage rund um Silvester werde jedes Jahr neu bewertet. Für dieses Jahr bedeute das, so versichert Polizeirevierleiter Bernhard Brenner gegenüber den BNN; dass die Dienststärke verdoppelt wird, um auf alle Situationen vorbereitet zu sein, die vom Hausstreit, über Brände bis zum Verkehrsunfall reichen können. Das Brettener Polizeirevier stehe mit seinem Beamten auch für die Eventualität größerer Einsatzlagen in Karlsruhe zur Verfügung.

Hinweise für eine solche sicherheitsrelevante Gefahrenlage gibt es nach Angaben des stellvertretenden Ordnungsamtsleiters Marvin Haggenmüller in Bretten nicht. Mit dem Ärgernis der außerhalb der erlaubten Tage herumböllernden Kinder und Jugendlichen müsse an wohl leben. Von ihnen allerdings gehe keine Gefahr für die öffentliche Ordnung aus. Ganz entspannt sieht man die Lage auch in Oberderdingen. Nach Angaben von Ordnungsamtsmitarbeiter Rüdiger Leicht sehe man in Oberderdingen keine Gefährdung der vielen Fachwerkhäuser rund um den Amthof durch Feuerwerkskörper und vertraue darauf, dass sie sachgemäß abgebrannt werden. Fast wortgleich mit der Stadt Bretten weist die Gemeinde Kürnbach im Mitteilungsblatt auf das Verbot des Abbrennens von pyrotechnischen Gegenständen in „unmittelbarer Nähe“ zu Fachwerkhäusern hin.



Dazu passt die folgende Pressemeldung des Brettener Polizeireviers.
(PM) Ein unbekannter Täter setzte in der Nacht vom Freitag zum Samstag in Flehingen einen blauen VW-Polo in Brand. Der 22-jährige Eigentümer stellte das Auto gegen 19 Uhr auf dem Parkplatz der Stadtbahnhaltestelle Oberderdingen-Flehingen, Attenbergstraße, hinter dem dortigen Einkaufsmarkt KiK ab und begab sich zu einer Feier im Feuerwehrhaus. Zwei Mitfeiernde verließen das Feuerwehrhaus um 23.35 Uhr und bemerkten Rauch und einen leichten Feuerschein in dem geparkten Polo. Sie reagierten sofort und konnten das Feuer mit einem Feuerlöscher aus dem Feuerwehrhaus löschen.

Die weiteren Feststellungen ergaben, dass ein unbekannter Täter, vermutlich mit einem Messer, das Faltdach des Polos aufgeschlitzt und einen angezündeten Feuerwerkskörper in den Innenraum geworfen hatte. Dadurch geriet der Polo hinten rechts in Brand, wobei ein Schaden in Höhe von etwa 1500 Euro entstand. Nur das schnelle Eingreifen der beiden Zeugen verhinderte, dass das Auto komplett ausbrannte.

Wer verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat, wird gebeten, sich mit dem Polizeiposten Oberderdingen unter der Telefonnummer (0 70 45) 5 61 oder dem Polizeirevier Bretten unter der Telefonnummer (0 72 52) 5 04 60 in Verbindung zu setzen.

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